04.12.2017, 08:55 Uhr

Imster Voglerzunft hat Tradition

Der Vorstand der Imster Voglerzunft (Zunftmeister Helmut Lung, Stellv. Andreas Prantl und Zunftrat Kurt Zebisch) mit den beiden "90ern" Robert Zassler (li.) und Rudolf Schennach. (Foto: Schöffthaler)
IMST (HS). War das eine Freude bei den Vorständen der Imster Voglerzunft, der wohl traditionsreichsten Berufsvereinigung in Imst: beim Zunfttag am letzten Sonntag kamen auch zwei "Neunziger" in den Gasthof "Sonne" zur Hinterlegung der Auflage, des Mitgliedsbeitrages: Robert Zassler und Rudolf Schennach.
Robert Zassler feierte heuer den "runden" Geburtstag, für Rudolf Schennach ist das im nächsten Jahr der Fall. Grund genug zum Feiern - auch den Ablauf eines ereignisreichen Zunftjahres, dessen Höhepunkt die erfolgreiche Vogelausstellung vor einem Monat in der Gärtnerei Bair war. Zunftmeister Helmut Lung: "Wir haben einen Großteil der Zunftbeiträge für Vogelfutter für Freilandvögel verwendet. Auch für die Restaurierung der Frauenfahne bei den Prozessionen wurde ein Beitrag geleistet." Bei der Zunftmesse gedachte man der heuer verstorbenen Mitglieder.
Die Imster Voglerzunft, wohl die älteste und geschichtsträchtigste Zunftvereingung Österreichs, zählt über 800 Mitglieder und hat internationale Bedeutung. Adam, ein Vogelhändler aus Imst, spielt die Hauptrolle in Carl Zellers Erfolgsoperette "Der Vogelhändler" mit Premiere 1891. Die Geschichte gründet auf einem 1842 erschienenen Volksroman von Carl Spindler, der zu seiner Zeit zu den populärsten Unterhaltungsliteraten im deutschen Sprachraum zählte.
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