24.03.2017, 14:01 Uhr

Roland Thurnes, ein innovativer Kleinunternehmer ins Rampenlicht gerückt

Airbrush: Mach dir die Welt ein bisschen bunter

UMHAUSEN (ps). Thurnes Roland aus Umhausen ist ein Künstler der besonderen Art. Beim Besuch in seinem Airbrushattelier holte er Kunstwerke hervor, die einem unbedarften Besucher die Kinnlade offen stehen lassen. Seine Arbeit besticht durch Perfektion und Genauigkeit, jedes noch so kleine Detail hat er genauestens herausgearbeitet. Seine Kunden lassen sich, besonders im Sommer, ihre Skihelme für den kommenden Winter in ihrem individuellen Style brushen. Genauso beliebt sind die dazu passenden Ski oder Snowboards.



"Beinahe alle Gegenstände lassen sich brushen mit beinahe allen Motiven. Das reizt mich so an dem anfänglichen Hobby, das ich jetzt zu meinem Zweitberuf gemacht habe", schwärmt Thurnes. Es scheint wirklich, als wäre alles möglich. Eine Metalltüre bekommt eine täuschend echte Holzoptik, der Schlangenkopf auf dem Helm oder das Handy mit den aufgesprühten Edelsteinen auf dem Cover. Das Auto bekommt eine aufgerissene Seite, aus der eine Hand ragt, die eine Motorsäge hält. Diese Arbeit war zum Beispiel für einen innovativen Holzunternehmer aus Umhausen.


Thurnes Airbrush kann noch mehr

In seinem Attelier fällt ein Gemälde einer tätowierten Badenixe auf, die sich vor der Kamera räkelt. Auf die Frage ob er auch Fotograf sei, antwortet er mit einem Lächeln. Man kann auch Gemälde oder Portraits brushen. Anders als auf Gegenständen, wird hier oft der so genannte Fotorealismus angewandt. Also so genau wie möglich ein Foto nachzubrushen. Bei Objektdesign (custompainting) kommt oft ein kreatives, selbst entworfenes Motiv auf die ausgesuchten Gegenstände. Aber wie bereits eingangs erwähnt, es ist beinahe alles möglich.



Der Weg zur Selbständigkeit

Thurnes Roland ist gelernter Maler und arbeitet nach wie vor hauptberuflich bei einer Kirchenrestaurierungsfirma. Von daher rührt wohl auch seine Detailverliebtheit und seine unendlich scheinende Geduld. Ursprünglich wollte er Airbrush als Lehrberuf erlernen, wie man sich vorstellen kann, gab es hierzulande keine Lehrstelle dafür.
Aus diesem Grund besuchte Thurnes einen Kurs an der Handwerkskammer in Ulm, jeden zweiten Samstag zwei Jahre lang. Zusätzlich bildete er sich an der IBKK in Bochum weiter, in einem dreiwöchigen Intensivkurs. Ständig lernt er auch heute noch dazu, ob in der Praxis oder am Computer, wo er beispielsweise Photoshop nutzt. Sein allerneusestes Betätigungsfeld wird in nächster Zukunft die Kobination von Airbrush mit der Srühpistole und Spraydosen, wie sie Graffitysprayer benutzen, sein. Sprudelnde Kreativität hat in diesem Attelier Einzug gehalten, jetzt auch mit gewerblichem Brief und Siegel.
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