Häufiges Sodbrennen kann ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben
Ein Warnsignal der Speiseröhre

Magensäfte reizen die Speiseröhre.
  • Magensäfte reizen die Speiseröhre.
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  • hochgeladen von Margit Koudelka

Die unangenehmen Folgen einer zu üppigen Mahlzeit in Form von Sodbrennen haben wohl die meisten bereits einmal zu spüren bekommen. Aufstoßen von galligen, sauren Substanzen, brennende Schmerzen hinter dem Brustbein und Brennen beim Schlucken sind die typischen Symptome. Besonders auf fettige und zuckerhaltige Speisen, aber auch Kohlenhydrate und vor allem große Mengen an Essen reagiert der Körper mit saurem Aufstoßen. Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Mageneingang kann seine Aufgabe – nämlich den Rücklauf von Magensäften in die Speiseröhre zu verhindern – nicht mehr richtig erfüllen. Die Säure reizt jedoch die Schleimhaut der Speiseröhre, da sie für eine so aggressive Substanz nicht ausgelegt ist. "Sodbrennen ist ein Warnsignal der Speiseröhre", sagt Sebastian F. Schoppmann, stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie an der Universitätsklinik für Chirurgie der Medizinischen Universität Wien.

Ab und zu nicht tragisch

Gelegentliches Sodbrennen ist laut Schoppmann kein Grund zur Besorgnis. Leicht kann man es mit Natron – auch Speisesoda genannt – lindern. Auf Dauer gesehen ist dies bei häufigen Beschwerden jedoch keine Lösung. "Natron verändert lediglich den Säuregehalt, nicht jedoch den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre", erklärt der Experte. Langfristig kann Sodbrennen dazu führen, dass der Schließmuskel an Elastizität verliert. Narbige Verengung der Speiseröhre können daraus resultieren, aber auch chronische Veränderungen der Lunge und in seltenen Fällen sogar Speiseröhrenkrebs. Deshalb sollte bei Verdacht auf einen krankhaften Reflux rasch ein Arzt zurate gezogen werden.

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