Vorbild Pestsäule
Künstler will Corona-Denkmal für den Stephansplatz

Der Wiener Künstler Zino Weinstein hat mit seinem Projekt „Volksbegehren des Geistes“ eine Initiative für die Errichtung einer Corona-Gedenksäule gestartet.
 | Foto: Zino Weinstein
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  • Der Wiener Künstler Zino Weinstein hat mit seinem Projekt „Volksbegehren des Geistes“ eine Initiative für die Errichtung einer Corona-Gedenksäule gestartet.
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Neben einer Pestsäule soll es auch Coronasäulen geben – zumindest wenn man den Wiener Künstler Zino Weinstein fragen würde. Bekommt der berühmteste Platz Österreichs also bald ein Denkmal zum Innehalten? Der 1. Bezirk zeigt sich weniger begeistert. 

WIEN/INNERE STADT. Weltweit Hunderttausende Tote, Stillstand des öffentlichen Lebens und Nachwirkungen, die bis heute andauern: Warum gedenkt man in Wien der Pest mit Mahnmalen, aber Corona und der Pandemie nicht?

Diese Frage stellt sich aktuell, der Wiener Künstler Zino Weinstein. Mit seinem Projekt „Volksbegehren des Geistes“ hat er daher nun eine Initiative für die Errichtung einer Corona-Gedenksäule am Stephansplatz gestartet.

Zino Weinstein hat sich schon ein konkretes Modell für eine Corona-Gedenksäule überlegt. | Foto: Zino Weinstein
  • Zino Weinstein hat sich schon ein konkretes Modell für eine Corona-Gedenksäule überlegt.
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Die hierfür entworfene, biomorphe – also organisch anmutende – blaue Säule soll als modernes Gegenstück zur Pestsäule dienen. Nicht als Denkmal des Sieges, sondern als Symbol für das Überleben, die Trauer und die Dankbarkeit während der Pandemie, erklärt der Künstler. Einen Plan dafür hat er also schon. Fehlt nurmehr die Unterstützung. Dazu hat er eine eigene Petition gestartet.

Wenig Platz

Weniger begeistert zeigt man sich von der Idee jedoch seitens der Bezirksvorstehung. Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) betont, dass der 1. Bezirk generell unter viel zu hohem Nutzungsdruck leide. Es sei schlicht nicht möglich, zusätzliche Örtlichkeiten für raumgreifende Elemente zur Verfügung zu stellen.

Der Bezirksvorsteher argumentiert, dass ein Denkmal den Bemühungen des Bezirks entgegenstünde, Straßen und Plätze unverstellt zu erhalten und wieder mehr freien Raum zu gewinnen. "Das Ansinnen ist grundsätzlich nachvollziehbar. Leider ist es uns aber nicht möglich, entsprechende Örtlichkeiten in der Inneren Stadt zur Verfügung zu stellen", erklärt Figl abschließend. 

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 | Foto: Zino Weinstein
Zino Weinstein hat sich schon ein konkretes Modell für eine Corona-Gedenksäule überlegt. | Foto: Zino Weinstein
Eine Corona-Gedenksäule am Stephansplatz? Laut Bezirk gibt es dafür zu wenig Platz. | Foto: Georges Schneider
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