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20.000 Teilnehmer beim "Marsch für Jesus" auf Wiener Ringstraße
- Vor der Oper marschierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Richtung Hofburg.
- Foto: Mathias Kautzky/MeinBezirk
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Rund 20.000 Teilnehmer nahmen am Samstag am überkonfessionellen "Marsch für Jesus" auf der Ringstraße teil - bei der bisher letzten Veranstaltung 2016 waren es noch 18.000 gewesen. Christen verschiedener Konfessionen setzten in der Inneren Stadt ein gemeinsames Zeichen für Glauben, Einheit und Frieden.
WIEN/INNERE STADT. Rund 20.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag am überkonfessionellen "Marsch für Jesus" teilgenommen.
Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen, darunter viele Jugendliche, marschierten einmal im Uhrzeigersinn um die Ringstraße und setzten damit ein öffentliches Zeichen für ihren gemeinsamen Glauben und die Einheit der Kirchen. 2016 fand der bisher letzte "Marsch für Jesus" statt, damals zogen rund 18.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer um den Ring.
Katholiken, Evangelische, Orthodoxe, Angehörige altorientalischer Kirchen sowie Mitglieder von Freikirchen und freien christlichen Gemeinden zogen vom Schwarzenbergplatz über die Ringstraße und zurück zum Ausgangspunkt, wo bis in die Abendstunden ein "Fest für Jesus" gefeiert wurde.
Immer wieder marschierten Passantinnen und Passanten spontan mit und hatten damit Anteil, dass eine neue Maximalzahl an Teilnehmern und Teilnehmerinnen erreicht wurde. Mit dabei waren etwa Gemeindemitglieder der Pfarren Lainz und St. Hemma, der Baptistengemeinde Moga und der JHU-Gemeinde aus Inzersdorf, aber auch eine umfangreiche Blasmusikgruppe aus der Steiermark marschierte gut hörbar mit.
Teilnehmer aus ganz Österreich anwesend
Mehr als 100 Kirchen, Gemeinden und christliche Organisationen aus ganz Österreich hatten sich laut Angaben der Veranstalter beteiligt, 600 ehrenamtliche Helfer wirkten in insgesamt 10.000 Arbeitsstunden in den Bereichen Musik, Medien, Ordnerdienst und Kinderprogramm mit.
- Vor dem Burgtheater trafen "Marsch für Jesus" und die Rad-Demo Kidical Mass aufeinander - friedlich, wohlgemerkt.
- Foto: Mathias Kautzky/MeinBezirk
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Die Glaubensbotschaft dominierte auch das äußere Erscheinungsbild: Mehr als 2.200 weiße T-Shirts mit der Aufschrift "I love Jesus" wurden laut Kathpress verkauft, 2.500 mitgetragene bunte Banner verbreiteten entlang der Marschroute christliche Botschaften.
Gebet für Miteinander in Österreich
Höhepunkt war ein Gebet, das nach dem Marsch von Vertretern verschiedener Konfessionen gesprochen und vom Lied "Vielgeliebtes Österreich" der Band Himmelstürmer begleitet wurde. Der freikirchliche Pastor Peter Zalud betete dabei für ein "versöhntes Miteinander der Christen", Christian Hofreiter von der Anglikanischen Kirche um mehr Einheit unter den Konfessionen.
- An Transparenten herrschte am "Marsch für Jesus" in Wien 2026 wahrlich kein Mangel.
- Foto: Mathias Kautzky/MeinBezirk
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Thomas Dopplinger von der Evangelischen Gnadenkirche Wien machte das Zusammenleben an den Schulen zum Thema, insbesondere das "gute Miteinander der verschiedenen Religionen". Christen sollten dabei ein "Werkzeug des Friedens" sein.
Als Vertreter der katholischen Kirche sprach der neue Generalvikar der Erzdiözese Wien, Andreas Kaiser, ein Gebet für verschiedene Verantwortungsträger und Gestalter der Gesellschaft, darunter für Politiker um "heiligen Geist, Kraft, Zuversicht und mutige Entscheidungen", für die Exekutive, im juristischen Bereich Tätige und für Künstler. Er erinnerte jedoch zugleich auch daran, "nicht jene zu vergessen, die am Rand der Gesellschaft stehen und Hilfe brauchen".
Gemeinsames Glaubenszeugnis
Auch der katholische Wiener Weihbischof Franz Scharl nahm am Marsch teil, genauso wie Weihbischof Stephan Turnovszky und der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler. Scharl verwies darauf, dass viele der Teilnehmenden ihr Mitgehen vor als "persönliches öffentliches Glaubenszeugnis" verstünden, und betonte zudem die Verbundenheit der vielen christlichen Traditionen trotz ihrer Unterschiedlichkeit.
Christen hätten überall die Möglichkeit, ihr Bekenntnis zu Jesus abzulegen, "auch etwa in der Arbeit, im Sport, im Krankenhaus oder sogar im Gefängnis". Der "Marsch für Jesus" sei eine Gelegenheit, dies "gemeinsam" zu tun, auch über Konfessionsgrenzen hinweg.
- Der "Marsch für Jesus" vor der Oper.
- Foto: Mathias Kautzky/MeinBezirk
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Die Atmosphäre bei der Veranstaltung bezeichnete der Weihbischof als "sehr freudig und friedvoll" und hob insbesondere die vielen persönlichen Gespräche und Begegnungen hervor. Er selbst habe auf dem gemeinsamen Weg unter anderem mit einer kurdischen Konvertitin, einem persischen Pastor sowie evangelischen, freikirchlichen und altorientalisch-syrischen Christen Gespräche geführt.
Vielfalt in der Kirche
Auch die Vielfalt innerhalb der katholischen Kirche sei deutlich geworden, nicht zuletzt durch die stark vertretenen anderssprachigen Gemeinden, darunter etwa philippinische, lateinamerikanische, englischsprachige und afrikanische Gemeinden sowie ostkirchliche Gemeinden. Der Marsch mache das Christentum als "wanderndes Gottesvolk" erfahrbar, so der Bischof.
- Auch das ist ein Christ: Ein Mitglied der "Ambassadords for Christ – Motorcycle Ministry" aus dem deutschen Sachsen.
- Foto: Mathias Kautzky/MeinBezirk
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Am Abend traten unter anderem die Band Solarjet, der deutsche Rapper Copain und der britische Musiker Martin Smith auf. Zwischen den Konzerten berichteten junge Menschen auf der Bühne über ihren persönlichen Glauben.
Der Wiener "Marsch für Jesus" knüpfte an eine internationale Bewegung an, deren Anfänge auf das Jahr 1987 in London zurückgehen. In Österreich fanden seit Ende der 1980er Jahre verschiedene Jesus-Märsche und überkonfessionelle Großveranstaltungen statt. Für Wien wurden für 1992 rund 4.000, für 2014 etwa 12.000 und für 2016 bis zu 18.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angegeben, was nun mit rund 20.000 Menschen laut den Veranstaltern noch übertroffen worden sei.
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