Innere Stadt
ÖVP und Neos wollen Taubenproblem in der City bekämpfen

Neos und ÖVP wollen Taubenschwärme im Bezirk bekämpfen.  | Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Beschwerden über Taubenschwärme häufen sich. Im Bezirk sieht man private Fütterungen als Problem. Die MA49 spricht von einer stabilen Population. 

WIEN/INNERE STADT. Fast jeder kennt diese Szene aus dem Alltag. Sobald Futter oder ein paar Brösel auf dem Pflaster landen, flattert in kürzester Zeit ein ganzer Schwarm Tauben heran. Diese Taubenansammlungen sorgen an mehreren Orten in der City für Unmut. Genannt werden unter anderem der Morzinplatz, der Dr.-Karl-Lueger-Platz und der Stephansplatz. Auch rund um U-Bahn-Stationen wie Stubentor, Schwedenplatz oder Volkstheater gibt es laut Bezirkspolitik Beschwerden.

ÖVP-Klubobmann Gregor Raidl sieht die Ursache bei einzelnen Privatpersonen, die regelmäßig größere Futtermengen ausbringen. Der Bezirksrat forderte daher bereits im April eine gezielte Ansprache der wenigen Personen, die große Futtermengen ausbringen.

Kontrolle gefordert

"Das lockt große Schwärme von Tauben an, die dann für unhygienische Zustande und massive Verunreinigungen sorgen“, so der ÖVP-Klubobmann. Auch in den Stationsbereichen sieht Raidl Handlungsbedarf, um die dortigen Taubenansammlungen zu verhindern. Dort seien bauliche Maßnahmen zur Taubenabwehr notwendig. Bereits im vergangenen Jahr habe man dazu einen Antrag an die Wiener Linien gestellt.

Unterstützung kam von Neos in der Inneren Stadt. Klubobmann Christoph Hilscher sieht die Lösung in betreuten Taubenschlägen, wie etwa am Hauptbahnhof. "Die Stadt Wien testet bereits betreute Taubenschläge. Dort erhalten die Tiere artgerechtes Futter und gelegte Eier werden gegen Attrappen ausgetauscht, um die Population tierschutzgerecht zu regulieren“, erklärt Hilscher.

Erste Lösungen umgesetzt

Die MA 49 Forst- und Landwirtschaftsbetriebe spricht nicht von einem generellen Taubenproblem: "Die jährlichen Taubenzählungen zeigen einen stabilen Bestand“, bestätigt ein Sprecher. Gleichzeitig betont man, dass Tauben-Hotspots vor allem dort entstünden, wo viele Menschen unterwegs sind. Besonders das Füttern im öffentlichen Raum spielt dabei eine wesentliche Rolle. Diese sei laut – dem kürzlich verschärften – Wiener Reinhaltegesetz aber verboten. Es darf kein Futter auf Straßen mit öffentlichem Verkehr sowie öffentlich zugänglichen Grün- und Wasserflächen verabreicht werden.

Die MA49 spricht von einem stabilen Taubenbestand im Bezirk.  | Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Positive Ergebnisse habe man mit betreuten Taubenschlägen erzielt. "Unsere Erfahrungen zeigen, dass betreute Taubenschläge wesentlich zur Entschärfung von Konfliktzonen beitragen können", so der Sprecher. Entscheidend sei dabei, dass im unmittelbaren Umfeld der Taubenschläge nicht weiter am Boden gefüttert werde. Andernfalls würden die Tiere wieder aus den betreuten Einrichtungen zurück in den öffentlichen Raum gelockt.

Taubenschlag hängt an vielen Faktoren

Ob ein Taubenschlag auch in der Inneren Stadt möglich wäre, hänge von mehreren Faktoren ab: "Neben der Standortsuche und der baulichen Umsetzung spielen Akzeptanzfragen in der Bevölkerung sowie bei Hauseigentümer und Bewohnern eine Rolle." Die Kosten müssten vom Auftraggeber getragen werden. Bis dahin setzen die Mitarbeiter des Wildtierservice auf Kontrollen und Gespräche.

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Foto: pexels / Gundula Vogel
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