Twin City Liner
Schnellkatamaran feiert 20. Jubiläum mit großer Ankündigung

Der Twin City Liner feierte bereits sein 20. Jubiläum. | Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Von Wien nach Bratislava kommt man nicht nur mit dem Auto, dem Bus oder der Bahn. Nein, seit 20 Jahren ermöglicht der Twin City Liner eine Reise über die Donau. Bei der Jubiläumsfeier wurde auch bereits die dritte Generation des Schnellkatamarans angekündigt. 

WIEN/INNERE STADT. Als der erste Twin City Liner am 1. Juni 2006 in Wien ablegte, glich das Projekt noch einem gewagten Experiment. Zwei Jahrzehnte später hat sich die Verbindung zwischen den beiden Donaumetropolen Wien und Bratislava fest etabliert. 20 Jahre nach der ersten Fahrt kann man bereits auf mehr als 2,5 Millionen Passagiere zurückblicken.

Hinter dem Projekt steht eine Kooperation der Wien Holding und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien welche beide je 50 Prozent an der Betreibergesellschaft Central Danube halten. "Es war am Beginn der politische Wille, dass man gemeinsam mit der Stadt Wien etwas machen möchte, was die Centrope-Region (Anm.: Teile von Österreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn) näher verbindet“, wie Reinhard Karl, Generaldirektor-Stellvertreter der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien gegenüber MeinBezirk erklärt. 

Dritte Schiffsgeneration in Planung

Technisch betrachtet ist das Schiff eine ingenieurstechnische Maßarbeit. Zivilingenieur Richard Anzböck betont die besonderen Herausforderungen, denen der Katamaran auf dieser Strecke ausgesetzt ist: "Es gibt einerseits die Beschränkung in der Länge, die am Donaukanal eine sehr große Rolle spielt, da das Schiff hier wenden muss und andererseits die Beschränkung im Tiefgang, weil die Donau immer weniger Wasser führt".

Bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nutzen den Schnellkatamaran.  | Foto: Robert Kovacs
  • Bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nutzen den Schnellkatamaran.
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Die aktuelle Schiffsgeneration meistert diese Bedingungen seit ihrer Taufe im Jahr 2019. Doch der Blick ist nach vorn gerichtet, wie man erklärt: Rund um das Jahr 2029 ist bereits die nächste Generation geplant, verrät der Ingenieur. Mit einem neuen Konzept soll der Betrieb umweltfreundlicher werden. Dafür sollen unter anderem leistungsschwächere Motoren und ein geringeres Gewicht sowie weniger Tiefgang sorgen. Die ersten Entwürfe hierfür stehen bereits. An der Größe und der Kapazität von aktuell rund 250 Passagieren soll sich, aufgrund der oben angesprochenen Beschränkungen jedoch nicht viel ändern.

Vier Millionen Passagiere im Blick

Karin Ramser, Geschäftsführerin der Wien Holding, sieht im Twin City Liner weit mehr als ein reines Verkehrsmittel. Das Projekt verbindet Wirtschaftsstandorte und vor allem Menschen. Für die Zukunft visiert sie bereits den nächsten Meilenstein an: "Ich wünsche dem Schiff sehr viel Erfolg, keine Unfälle und dass wir beim 30. Jubiläum den vier-millionsten Passagier oder die vier-millionste Passagierin feiern können". 

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