Ausstellung MATKO VEKIC 'movement, horizontal and vertical'

o.t., 2017, acryl auf holz, 50 x 80 cm
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  • o.t., 2017, acryl auf holz, 50 x 80 cm
  • Foto: Matko Vekic
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Wann: 05.04.2018 11:00:00 bis 01.06.2018, 18:00:00 Wo: artdepot, Maximilianstraße 3, 6020 Innsbruck auf Karte anzeigen

matko vekics malerei bildete sich in den vergangenen jahrzehnten als eine spezifische synthese aus stilistisch und morphologisch definiertem metier und eines vorab stattfindenden hinterfragens nicht nur der malerei an sich heraus, sondern ebenso aus der schaffung eines dialogs mit der umgebenden welt, mit dem betrachter seiner bilder und, zu guter letzt, mit sich selbst.

seine ersten solo-ausstellungen mitte der 90er jahre (SC gallery) zeigten bereits, dass Vekics künstlerischer antrieb sich weder mit dem selbst, seiner eigenen innenwelt, noch mit fragen der malerei beschäftigt - für die viele künstler vorangegangener generationen in ihrem verlangen und streben nach einer umfassenden bestätigung der malerei in der zweiten hälfte des 20. jahrhunderts anfällig waren.

zu dieser zeit findet bereits eine vollständige öffnung vekics im ideologischen sinne statt. sein interesse beschränkt sich nicht nur auf den bereich der kunst, aber sie ist sowohl primäres mittel seines ausdrucks als auch seiner "datenverarbeitung". obwohl er sich zu dieser zeit noch nicht vollständig stilistisch einordnen lässt, legt er bereits den hrundstein für seine künstlerische einstellung, der er auch heute, circa 20 jahre später, immer noch treu geblieben ist.

bei seinen werken mit den nackten weiblichen gestalt, die bewusst und absichtlich an das vulgäre grenzt, lediglich maskiert mit einer hand, die ihr gesicht bedeckt, findet sich eine in eine burka gehüllte figur, bei der sich nur aufgrund kultureller wiedererkennung vermuten lässt, dass es sich um eine weibliche person handelt.

in seinen bildern stellt matko vekic das konzept des orients als eie faszination europas im sowohl positiven als auch negativen sinn in frage. der jahrtausendkonflikt und die koexistenz, der hass und der ideenaustausch. kreuzzüge und jihad. der orient als eine gegend, in der religionen sowie götter, in deren namen (wie auch immer wir sie nennen wollen) wir geloben, entstehen und wo wir die maske von gottes abbild loben, gerade weil es den fundamentalen unterschied in der wahrnehmung des gleichen darstellt, der, so scheint uns, die wir so vollkommen unterschiedlich sind und uns dies über viele jahrtausende hin beweisen, die eine, heilige, unverletzliche wahrheit ist.

sein lebendiger geist und sein interesse an der welt in der er lebt, trennen ihn vom gewöhnlichen verständnis des malers. matko vekics malerei ist tief in der gegenwart verwurzelt, in der zeit ihrer erschaffung und zwar genau deshalb, da das thema sich sowohl auf das ereignis dieses zeitpunkts als auch auf das zeitlose und universelle als sein ausdrucksmittel bezieht. vekic hat sich definitiv als ein künstler etabliert, dessen interessensgebiete über das enge verständnis einer klassischen vorstellung von malerei hinausgehen.

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