Gratulation
Andreas Hosp feierte 104. Geburtstag in der Reichenau
- Ein Geburtstag bringt Familien zusammen: Bürgermeister Johannes Anzengruber mit den Zwillingsschwestern Renate (r.) und Edith (l.) sowie Margit (2. v. l.), der Cousine des Jubilars. Hinter der Kamera stand deren Sohn und Cousin zweiten Grades der beiden Schwestern.
- Foto: © IKM/M.Freinhofer
- hochgeladen von Lucia Königer
Andreas Hosp aus der Reichenau feierte am 14. August seinen 104. Geburtstag. Der Gratulationsbesuch wurde dabei auch zu einer besonderen Familiengeschichte: Durch einen Bericht zu seinem 103. Geburtstag wurde eine über Jahrzehnte vergessene Verwandtschaft wiederentdeckt.
INNSBRUCK. 104 Jahre wird nicht jeder Tag gefeiert. Für Andreas Hosp aus Innsbruck gab es deshalb am 14. August besonderen Besuch. Bürgermeister Johannes Anzengruber gratulierte dem Jubilar in seinem langjährigen Zuhause in der Reichenau.
Gemeinsam mit seinen Töchtern Edith und Renate wurde bei Kaffee und Kuchen auf den 104. Geburtstag angestoßen. Dabei wurde nicht nur gefeiert, sondern auch in Erinnerungen geschwelgt. Alte Fotos und Aufzeichnungen aus vergangenen Jahrzehnten sorgten für reichlich Gesprächsstoff.
Vom Bauernhof in Aldrans in die Bäckerei
Andreas Hosp wurde 1922 auf dem Schaufelacker-Hof in Aldrans geboren. Dort verbrachte er seine Kindheit, besuchte die Volksschule und half auf dem Bauernhof mit. Ab seinem 15. Lebensjahr brachte er die Milch des Hofes nach Innsbruck.
Später absolvierte Hosp eine Ausbildung zum Bäckermeister. Aus gesundheitlichen Gründen wechselte er anschließend zu den Österreichischen Bundesbahnen. Seine große Leidenschaft galt aber auch den Bergen. Zudem engagierte er sich über viele Jahre als sogenannte „Hüttenmutter“ auf der Aldranser Alm.
Seine Verbundenheit zur Natur und zu den Tieren gab er auch an seine Töchter weiter, etwa bei gemeinsamen Ausflügen ins Venntal.
Ein Bericht führte zu einer überraschenden Entdeckung
Die Geschichte von Andreas Hosp war bereits zu seinem 103. Geburtstag Thema eines Berichts. Darin wurde sein Leben unter anderem mit seiner Zeit als Bäcker, bei der Bahn und in den Bergen beleuchtet.
- Andreas Hosp bei seiner Feier zum 103. Geburtstag – gemeinsam mit den Töchtern Edith (r.) und Renate (l.) und Bürgermeister Johannes Anzengruber.
- Foto: F. Bär
- hochgeladen von Marlene Huber
Ein Hinweis auf den Schaufelacker-Hof in Aldrans führte anschließend zu einer überraschenden Entdeckung. Auch der Großvater des Verfassers des damaligen Artikels war dort aufgewachsen. Weitere Nachforschungen ergaben schließlich: Andreas Hosp und die Mutter des Verfassers sind Cousin und Cousine ersten Grades.
Ihre Väter, Andreas Hosp Senior und Engelbert, waren Brüder. Damit sind die Töchter des Jubilars und der Verfasser des damaligen Berichts Cousins und Cousinen zweiten Grades.
Wiedersehen nach Jahrzehnten
Die familiäre Verbindung war im Laufe der Jahrzehnte in Vergessenheit geraten. Erst durch den Bericht zum 103. Geburtstag, die Rückmeldung der Töchter und anschließende Nachforschungen wurde die Verwandtschaft wiederentdeckt.
Der Besuch zum 104. Geburtstag bot schließlich die Gelegenheit für ein erstes persönliches Kennenlernen der beiden Familienzweige. Gemeinsam wurden alte Fotos angesehen, Erinnerungen ausgetauscht und weitere mögliche Verbindungen innerhalb der Familie besprochen.
So wurde aus einem Geburtstagsbesuch in der Innsbrucker Reichenau zugleich ein kleines Familientreffen.
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