Das alles passiert in der IVB-Leitstelle

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Alle InnsbruckerInnen kennen die Smart-Info-Tafeln an den Haltestellen der IVB und viele haben sich schon über Verspätungen geärgert. Das STADTBLATT Innsbruck zeigt, wie es in der Leitstelle an einem ganz normalen Morgen zugeht.

(vk). Es ist halb 6 Uhr morgens. Man sieht zwei Männer in der IVB-Leitstelle sitzen. Jeder hat mindestens fünf Bildschirme vor sich. Darauf sind kleine Kästchen in grün, blau, gelb und rot zu sehen, die immer wieder auf und ab springen. Diese zeigen an, dass der Bus verfrüht (blau), pünktlich (grün), bis zu fünf Minuten verspätet (gelb) oder mehr als fünf Minuten verspätet (rot) ist. Plötzlich ertönt ein Signalton und eine Frauenstimme ist durch den Funk zu hören. „Meine Bremse blockiert, es quietscht fürchterlich, ich brauche einen Ersatzbus“, lautet die kurze Ansage.

Drei Ersatzfahrer sofort zur Stelle
Einer der Leitstellenmitarbeiter überlegt kurz, gibt der Frau kurze Anweisungen, wie das Problem behoben werden kann, aber es funktioniert nichts. Also fordert die Leitstelle einen Handwerker und einen Ersatzbus an. Drei Reserven gibt es bei den IVB. Das heißt, dass drei Busfahrer jederzeit bereit sind, irgendwo einzuspringen. Es dauert nicht lange und schon holt einer der „Reserven“ die Papiere für den Ersatzbus ab und verschwindet aus dem Büro.

Smartinfo über Funkmasten
Wo die Busse genau sind, wird durch die Funkgeräte in den Bussen festgestellt. Ein Masten auf der Seegrube kann über die Funkgeräte genau erkennen, wo der Bus gerade ist. „Es kommt auch manchmal vor, dass der Bus kurzfristig in ein Funk­loch fährt, dann passiert es, dass bei der Smart Info beispielsweise fünf Minuten angezeigt werden, obwohl der Bus schon da war“, erklärt der Leitstellen-Mitarbeiter.

Unfall auf der Linie 4
7:00 Uhr: Noch sind kaum rote Kästchen auf den Bildschirmen zu sehen. Es dauert aber nicht lange und schon rauscht die nächste Stimme im Funkgerät. Ein Unfall ist passiert auf der Linie 4. „Vermutlich hat ein Pkw den Bus geschnitten, der Bus musste vollbremsen. Einige Fahrzeuginsassen sind gefallen und haben sich verletzt“, erklärt der Mitarbeiter. Sofort werden Polizei und Rettung verständigt. „Bei uns wird immer sofort die Polizei gerufen“, erklärt der Leiter der Dienststelle, Kurt Schmarl. Auch eine Reserve ist schon zur Stelle und fährt mit dem Ersatzbus los. „Fahr nicht durch die Stadt, sondern über die Autobahn“, lautet eine kurze Anweisung an den Ersatzbusfahrer. Unfälle kommen fast täglich vor, meist aber ohne Personenschaden.

Stau durch Touristen
7.30 Uhr: Auf dem Bildschirm werden immer mehr Kästchen rot. Die Hauptverkehrszeit hat begonnen. Gegen den Stau ist auch die IVB machtlos. „Wir können nur darauf achten, dass nicht zwei Busse der gleichen Linie direkt hinter einander fahren und bei zu großen Verspätungen Busse einschieben“, erklärt ein Mitarbeiter. Der Stau ist übrigens an Schlechtwettertagen am schlimmsten, da dort zusätzlich Touristen von überall her in die Stadt strömen.

Nicht geplanter Werkstatteinsatz
Wieder rauscht das Funkgerät und eine Männerstimme berichtet: „Bei mir hat sich ein Kind übergeben, ich muss in die Werkstatt zur Reinigung.“ Der Mitarbeiter bestätigt und warnt sogleich die Werkstatt vor. „Wäre das einem betrunkenen Erwachsenen passiert, müsste er 100 Euro für die Reinigung zahlen“, schmunzelt der Leitstellenmitarbeiter und fügt hinzu, dass so etwas schon öfter vorkomme.

Zur Sache
Die IVB sucht derzeit BusfahrerInnen. Bewerbungen an:
Innbus GmbH, z.H. Sekretariat, Duilestr. 6, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/ 5307-303 oder office@innbus.at

Der Bus-Führerschein kostet derzeit um die 2.500 bis 3.000 Euro. Lkw-Fahrpraxis ist nicht mehr notwendig.

Autor:

Verena Kretzschmar aus Innsbruck

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