Rauchen oder Nicht-rauchen
Das Rauchverbot kommt nun doch

Für viele gehört die Zigarette zum Alkohol dazu.
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  • hochgeladen von Nadine Isser

In Österreich bricht die Diskussion um das Rauchen nicht ab. Momentan darf noch in Bars, die eine bestimmte Quadratmeteranzahl nicht überschreiten, geraucht werden.

Das komplette Rauchverbot hätte eigentlich schon 2018 kommen sollen. Nachdem von der ehemaligen Regierung das beschlossene Rauchverbot in Lokalen wieder gekippt wurde (trotz des Volksbegehrens mit fast 900.000 Unterschriften), wartet man noch auf ein Urteil des VfGH. Derweil lenkt die ÖVP ein, das Rauchverbot kommt fix.

Tödliche Sucht

Rauchen oder Nichtrauchen, das ist eigentlich keine Frage. Rauchen ist hochgradig ungesund, bis zu 14.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen des Rauchens. In Österreich. Weltweit sind es sechs Millionen. Auch wenn man das Rauchen überlebt, bringt es viele negative Begleiterscheinungen. Zigaretten machen außerdem stark abhängig. Zum Leidwesen der Tabakindustrie sind daher in den vergangenen Jahren Konsequenzen gezogen worden: Im Flugzeug oder Zug rauchen? Das war einmal. Der Arzt mit Zigarette in der Hand ist heute kaum vorstellbar und auch die Tabakwerbung wurde verboten. Trotzdem macht die Tabakindustrie nach wie vor viele Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

Freie Entscheidung

Im Vergleich zu anderen Substanzen, die nachgewiesen schädlich sind und abhängig machen, wie zum Beispiel Heroin (was früher übrigens als Hustensaft verkauft wurde), ist Tabak für Erwachsene nicht verboten. Jeder Volljährige darf rauchen, aber nicht überall. Nun soll das Rauchverbot in der Gastronomie doch noch kommen. Hier scheiden sich bekanntlich die Geister. Innsbrucker Gastronomen sehen die Sache so:

Raucherlokale

Der Innkeller/Filou-Besitzer gibt zu bedenken, dass wenn die Leute vor dem Lokal rauchen anstatt drinnen, der Lärm größer wird und sich Nachbarn beschweren könnten. Vor allem in Gegenden, die sehr "hallig" sind, wie die Höttinger Gasse oder die Altstadt. Ein anderer Barbesitzer ist ebenfalls nicht allzu begeistert vom Rauchverbot. Er sieht hier unter dem Deckmantel des Nichtraucherschutzes eine Einschränkung der individuellen Entscheidungsfreiheit. Aber es gibt auch andere Meinungen: Joul's Kaffeesiaderei und Brennpunkt (Ersteres Raucher, Zweiteres Nichtraucher) sind flexibel und stören sich nicht am Gesetzesbeschluss. Und viele jüngere Lokale in Innsbruck haben sich von Anfang an dafür entschieden, ein Nichtraucherlokal zu sein, wie zum Beispiel das Kater Noster, zum Schutz der Gäste und ihrer Mitarbeiter. Der Obmann des Fachverbandes Gastronomie der WKO Tirol, Alois Rainer, vermerkt, dass von den 4.500 Mitgliedern die Mehrheit für eine Beibehaltung der jetzigen Regelung ist. Die Kundschaft der kleineren Lokale wolle die Zigarette zum Bier oder zum Espresso. "Viele kleine Betriebe haben in eine Lüftung oder eine Glasabtrennung investiert. Die trifft es natürlich doppelt hart."

Weitere Infos finden Sie hier.

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