Bergsteigen
Innsbruckerin nach Lawinenunglück zurück aus Patagonien
- Der Fitz Roy gilt als beliebtes Reisziel für Alpinisten
- hochgeladen von Mel Li
INNSBRUCK. Jene Innsbrucker Bergsteigerin, die zusammen mit ihrem Partner am 6. Jänner an der Aguja Guillaumet von einer Nassschneelawine erfasst und dabei schwer verletzt wurde ist nach medizinischen Behandlungen zurück in Innsbruck.
Lawinenunglück
Die Gruppe aus drei Bergsteigern wurde am 6. Jänner beim Aufstieg zur Aguja Guillaumet von einer Nassschneelawine überrascht. Dabei wurde sowohl die Innsbruckerin als auch einer ihrer Begleiter von der Lawine mitgerissen und schwerst verletzt. Der dritte Begleiter konnte nach einer ersten Versorgung der Verletzten den zweistündigen Abstieg zur Schutzhütte antreten und die Rettungskette in Gang setzen. Nach mehreren Stunden Fußmarsch erreichten die Ersthelfer die Unglücksstelle.
Versorgung
Während die Innsbruckerin mit Verletzungen der Lunge und an der Wirbelsäule, nach mehreren Stunden geborgen werden konnte, kam für ihren Partner, den bayrischen Alpinisten, Robert Grasegger, jede Hilfe zu spät. Nach einer Notoperation und Versorgung der Wirbelsäule konnte die Innsbruckerin am Wochenende die Heimreise aus Argentinien antreten und ist mittlerweile wieder in Innsbruck.
Kletterparadies
Das Gebiet rund um den Fitz Roy gilt als beliebtes Reiseziel bei Alpinisten. Nur wenige Kilometer entfernt steht der Cerro Torre. Jener Berg, den der Innsbrucker Alpinist David Lama, zusammen mit seinem Seilpartner Peter Ortner, vor 10 Jahren, eingefangen von atemberaubenden Bildaufnahmen, bezwang. Wie unberechenbar das Klettergebiet ist, zeigt sich in der Tatsache, dass auch am vergangenen Wochenende eine italienische Seilschaft in ihrem Biwak von einer Eislawine überrascht wurde. Während sich einer der Seilpartner, Tomás Aguiló, schwer verletzt retten konnte, gilt das Schicksal des zweiten Bergsteiger, Corrado Pesce, aktuell als ungewiss.
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