06.10.2016, 12:07 Uhr

Stimmung im Sieglanger kocht wieder hoch

Am Podium: Leo Pertl, Josef Kantner und Tom Mayer bemühten sich um – wie sie sagen – "ehrliche Information".

"Wohnsilos" und Flüchtlingsheim – Protest gegen geplante Projekte im Westen der Stadt formiert sich.

Hunderte Personen für eine Informationsveranstaltung über Stadtteilthemen zu mobilisieren ist kein Honiglecken – das musste vergangene Woche sogar die Stadtregierung inkl. versammelter Beamtenschaft in Amras erfahren. Was der Stadtführung im Rahmen ihrer "Stadtteiltage" nicht gelang, schaffte die Interessensgemeinschaft (IG) Sieglanger vergleichsweise mühelos. Am vergangenen Montag fanden sich etwa 300 Interessierte im Pfarrsaal Sieglanger ein, um sich über geplante Projekte im Bereich Sieglanger, Klosteranger und Mentlberg zu informieren – wobei vor allem der Widerstand gegen geplante Großwohnbauten und das angedachte Flüchtlingsheim im Vordergrund stand.


"Keine echte Information"

Der Termin und die Themen waren nicht zufällig gewählt. Die IG sah den Abend als "Vorbereitung" auf den Stadtteiltag der Regierung, welcher am kommenden Montag im Stadtteil gastiert. "Wir wollten sicher gehen, dass die Bürger im Stadtteil fundiert über die Vorhaben Bescheid wissen. Unsere Befürchtung ist nämlich, dass die politisch Verantwortlichen wieder alle kritischen Fragen vom Tisch wischen werden", erläutert Organisator Thomas Mayer. Mit seinen Mitstreitern Josef Kantner und Leo Pertl versuchte er darzustellen, welche Auswirkungen die geplanten Projekte auf die Zukunft des Stadtteils haben werden.
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