12.10.2014, 23:57 Uhr

Brennerkundgebung 2014: Menschenkette als Zeichen für Tirol

Gries am Brenner: Gries am Brenner |

Mehr als 200 Teilnehmer beteiligten sich heute an der Kundgebung gegen die Unrechtsgrenze am Brenner. Dabei waren auch Vertreter des Movimento Trieste Libera (Bewegung Freies Triest), der Sezessionsbewegung "S.N.F.K. - Selbstbestimmung der Nationen Friaul und Küstenland", die "Monarchisten - Schwarz-Gelbe Allianz", zahlreiche Bürger aus allen Tiroler Landesteilen sowie Vertreter aus Bayern und Ungarn. Sie solidarisierten sich mit den Südtirolern für die Selbstbestimmung. Zum Abschluss der Kundgebung wurde von allen Teilnehmern eine Menschenkette gebildet, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass Grenzen nicht mehr als ein auf einer Karte gezogener Strich sind, die jederzeit von den Menschen wieder überwunden werden können. Auf den Transparenten war unter anderem zu lesen: "Weniger Italien, weniger Probleme".


Zu Beginn der Veranstaltung sprach ein Vertreter der SGA, Monarchisten - Schwarz-Gelbe Allianz, und wies darauf hin, dass die Zukunft in der engeren Zusammenarbeit von Mitteleuropa liegt und bekannte sich klar zum Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer von der SÜD-TIROLER FREIHEIT betonte in seiner Ansprache vor allem die sozialen Auswirkungen auf Süd-Tirol durch dessen Zugehörigkeit zu Italien. Nicht Landesrätin Martha Stocker ist Schuld für die Schließung von Krankenhausabteilungen, sondern der italienische Staat zwingt uns dazu, so Zimmerhofer.

Der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, wies darauf hin, dass die Selbstbestimmung in Europa nicht mehr aufzuhalten ist. Vor allem Schottland hat beispielsweise in den letzten 15 Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht, vom einem eigenen Landesparlament bis hin zur Selbstbestimmung. Es ist ein Irrglaube, an den Grenzen, die nach dem 2. Weltkrieg gezogen worden sind, festzuhalten zu müssen.

Die Vertreter des Movimento Trieste Libera (Bewegung Freies Triest) waren zudem mit einem großen Transparent mit der Aufschrift "Triest ist nicht Italien" anwesend. Ihr Vertreter ging in seiner Rede auf die Geschichte Triests sowie auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zu Österreich ein. Triest fühlt sich heute immer noch stark mit Österreich verbunden.

Bei der anschließenden Menschenkette wurden von den Teilnehmer die Buchstaben des Namens "TIROL" hochgehalten, um damit symbolisch die Wiedervereinigung Tirols darzustellen. Die Menschenkette wurde in Form eines großen Kreises direkt auf beiden Seiten der Unrechtsgrenze gebildet, um diese zu umklammern.

SÜD-TIROLER FREIHEIT
www.suedtiroler-freiheit.com
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