16.10.2017, 18:36 Uhr

SPÖ feierte einen fulminanten Sieg

Das Innsbrucker Erfolgstrio: Irene Heisz, Selma Yildirim und Helmut Buchacher konnten mit einem personal- und zeitintensiven Häuserwahlkampf die relative Mehrheit erringen. (Foto: SPÖ)

Wohl zu Ungunsten der Grünen holte die Innsbrucker SPÖ am Sonntag Platz eins – mit großen Zugewinnen.

"Ich glaube, dass es der persönliche Kontakt zu den Menschen war, der den Erfolg gebracht hat", ist Helmut Buchacher überzeugt. Am Sonntag konnte die ansonsten eher krisengebeutelte Innsbrucker SPÖ einen fulminanten Wahlerfolg verzeichnen. Beim Ergebnis der Urnenwahl (die Wahlkarten-Auszählung lag zu Redaktionsschluss noch nicht vor) erreichte die SPÖ mit 28,42 Prozent klar Platz eins. Das entspricht einem Plus von 7,69 Prozent und damit dem höchsten Zugewinn aller zu Wahl stehenden Parteien.


Hausbesuche und Inhalte

Nach eigenen Angaben haben die SPÖ-Wahlkämpfer in den vergangenen Monaten allein in Innsbruck zwischen 6.000 und 7.000 Hausbesuche absolviert. "Wir haben versucht, unsere Kernwähler zu erreichen, also ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen", erläutert Buchacher die erfolgreiche Strategie. Vor allem aber – so der Stadtparteichef – seien es die Inhalte gewesen, mit denen seine Wahlkampftrupps überzeugen konnten. "Der Plan A unseres Bundeskanzlers war für uns sehr hilfreich. Wir waren die einzigen, die Menschen ein klares Programm vorlegen konnten." Dabei habe sich sehr klar herauskristallisiert, wo den Menschen der Schuh drückt. "Immer wieder wurde das Thema Wohnen angesprochen bzw. die horrenden Mietkosten. Aber auch die Einkommenssituation und die zunehmende Altersarmut war besonders bei Frauen ein Thema", so Buchacher. Zudem würden sich viele InnsbruckerInnen Sorgen um den sozialen Zusammenhalt im Land machen.

"Nicht zurücklehnen!"

Mit Blick auf die Landtags- und Gemeinderatswahlen im Frühjahr sieht Buchacher das Ergebnis von Sonntag aber auch kritisch: "Es hat sich gezeigt, dass ein Drittel der Bevölkerung für die SPÖ zu erobern wäre. Wir dürfen jetzt aber auf keinen Fall den Fehler machen und die kommenden Wahlgänge als 'gmahte Wiesen' sehen."
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