Unachtsamkeit ist Hauptursache
Zahl der Verkehrstoten in Kärnten steigt
- Rund 200 weiße Kreuze werden aufgestellt.
- Foto: Arbö
- hochgeladen von Lea Kainz
Die Zahl der Verkehrstoten in Kärnten ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Um den Todesopfern zu gedenken, stellt der Autofahrerklub Arbö rund um den 1. November weiße Kreuze an Kärntens Straßen auf. Mit dieser Aktion soll aber auch auf die vielfältigen Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.
KÄRNTEN. Laut Statistik des Bundesministeriums kamen in Österreich von 1. Jänner bis 26. Oktober dieses Jahres 338 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – das sind 36 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Kärnten wurden 31 Todesopfer verzeichnet, was einem Anstieg um 30 Prozent beziehungsweise sieben Personen entspricht. Auffällig ist heuer der Unterschied nach dem Geschlecht der Verkehrstoten: Es verunglücken immer mehr Männer, dafür aber immer weniger Frauen tödlich.
Hauptunfallursache
Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung gilt nach wie vor als Hauptunfallursache und ist mittlerweile für jeden dritten Verkehrsunfall verantwortlich. Auch der Alkohol spielt eine immer größere Rolle. Gegenläufig ist die Bilanz jedoch bei einer nicht angepassten Geschwindigkeit - hier wurde der niedrigste Wert seit 2012 verzeichnet.
"Noch nie so viele Tote"
Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Getöteten bei Schwer-Lkw-Unfällen: "Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1992 hat es noch nie so viele Tote mit Beteiligung eines Lkws über 3,5 Tonnen gegeben", heißt es in einer Aussendung der Arbö.
200 Kreuze zum Nachdenken
Um den Verkehrsteilnehmern zu gedenken, die ihr Leben lassen mussten, stellt der Arbö auch heuer an den Allerheiligen-Feiertagen kärntenweit rund 200 weiße Kreuze auf. Diese werden primär an den Unfallstellen, aber auch an stark frequentierten Kreuzungen positioniert, damit möglichst viele Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf diese seit 1971 gepflegte Tradition aufmerksam werden und vielleicht auch über ihr eigenes Verhalten im Straßenverkehr nachdenken.
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