Passivrauchen
Nikotin ist schlecht für Mama und Baby

Univ.-Prof. Prim. DDr. Hermann Enzelsberger, Leiter der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf Steyr.
  • Univ.-Prof. Prim. DDr. Hermann Enzelsberger, Leiter der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf Steyr.
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In Österreich rauchen 20 bis 30 Prozent aller Schwangeren, obwohl die gesundheitlichen Auswirkungen auf das ungeborene Kind bekanntermaßen drastisch sind.

KIRCHDORF, STEYR. Nicht nur das Risiko für Komplikationen und die Wahrscheinlichkeit einer Früh- oder Totgeburt sind durch das Rauchen signifikant erhöht: Aus einer US-amerikanischen Studie geht hervor, dass Kinder ein erhöhtes Risiko für Hyperaktivität und Verhaltensprobleme aufweisen, wenn in ihrer Umgebung geraucht wird. Sogar passiver Rauch schädigt das Kind im Bauch der Mutter, warnen Experten des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai.

Nikotin: Gift für Kind und Mutter

In der aktuellen Studie, an der mehr als 1.000 Kinder teilnahmen, wurde ein Stoffwechselprodukt im Speichel der Kinder untersucht. Es konnte ein Effekt der Nikotinbelastung auf die laufende Gehirnentwicklung in Regionen, die Hyperaktivität und Impulsivität beeinflussen, nachgewiesen werden. Rauch enthält ungefähr 4.000 giftige und krebserregende Substanzen, unter anderem Kohlenmonoxid, Benzol, Blei und Kadmium. Die möglichen Folgen des Nikotinkonsums für den Embryo sind umfangreich. Univ.-Prof. Primar Hermann Enzelsberger, Leiter der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf Steyr, betont: „Was vielen werdenden Müttern nicht bewusst ist: Auch Passivrauchen in der Schwangerschaft beeinflusst die Gehirnentwicklung von Babys und Kleinkindern. Die Auswirkungen auf die geistige und körperliche Entwicklung können massiv sein.“ Auch das Risiko für plötzlichen Kindstod in den ersten Lebensmonaten ist bei Kindern rauchender Mütter eindeutig erhöht. Außerdem erschwert die durch das Rauchen verursachte Schadstoffkonzentration in der Gebärmutterschleimhaut die Befruchtung und Einnistung einer Eizelle. „Wer also plant, schwanger zu werden, sollte daher schon frühzeitig zu rauchen aufhören“, so Enzelsberger. „Die Gesundheit des Kindes sollte der oberste Wunsch sein. Eine langfristige Raucherentwöhnung der Eltern lohnt sich in jedem Fall.“

Autor:

Martina Weymayer aus Kirchdorf

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