Geschützte Arten im Nationalpark
Von Raufußkauz bis Koboldmoos

Hans Kammleitner vom Nationalparkbetrieb der Bundesforste auf der Suche nach dem Borkenkäfer.
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  • Hans Kammleitner vom Nationalparkbetrieb der Bundesforste auf der Suche nach dem Borkenkäfer.
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Der Nationalpark Kalkalpen ist nicht nur Nationalpark und auf Teilen seiner Fläche UNESCO-Weltnaturerbe, sondern unter anderem auch ein Natura-2000-Gebiet.

BEZIRK. Dieses europaweite Netzwerk an Schutzgebieten schützt bedeutende Lebensräume und schutzbedürftige heimische Arten. "Für die verschiedenen Regionen wurden bestimmte Schutzgüter ausgewählt", erklärt Johann Kammleitner, Leiter des Nationalparkbetriebes der österreichischen Bundesforste. "Das sind zum Beispiel Lebensraumtypen wie die Buchentypen oder der Lärchen-Zirben-Wald. Zusätzlich gibt es auch geschützte Arten, etwa den Frauenschuh, den Eschenscheckenfalter, den Raufußkauz oder das grüne Koboldmoos." Dieses äußerst seltene Moos kommt überwiegend in steilen Schluchten vor und besiedelt vor allem Fichtentotholz. Man findet es auf mittelmäßig bis stark zersetztem Holz.

4.000 Arten sind auf Totholz angewiesen

Dieses Totholz ist aber nicht nur der Lebensraum für das grüne Koboldmoos, wie Hans Kammleitner schildert: "Im Wald kommen rund 12.000 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten vor. Rund ein Drittel, also 4.000, sind auf Totholz angewiesen, davon etwa 1.300 Pilzarten. Der Borkenkäfer wird verteufelt, weil er wirtschaftlichen Schaden anrichtet. Er ist aber der erste, der sich einbohrt und den Baum aufschließt für andere Arten. Wenn wir Käfer und Pilze nicht hätten, die das Holz abbauen, würden wir darin ersticken."

Autor:

Martina Weymayer aus Kirchdorf

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