Vom Flachs zum Leinen
2. Brechlfest in Ferlach ein ausgezeichneter Erfolg
- Das Kultur- und Handwerkshaus Ferlach gab vielseitige Einblicke in den Arbeitsprozess von Flachs.
- Foto: Dieter Arbeiter
- hochgeladen von Christina Zwander
Das Kultur- und Handwerkshaus Ferlach lud zum 2. Brechlfest. Interessierte Besucher bekamen nicht nur interessante Einblicke in die Herstellung von Flachs zum Leinen, sondern konnten sich auch an einem bunten Rahmenprogramm erfreuen.
FERLACH. „Vom Flachs zum Leinen“, lautete das Motto beim mittlerweile 2. Brechlfest des Kultur- und Handwerkshaus Ferlach. Interessierte konnten sich vor Ort ein Bild von den einzelnen Arbeitsschritten vom geernteten Flachs bis hin zum gewobenen Endprodukt machen. "Unsere Vereinsphilosophie ist es ja, altes Handwerk nicht nur zu bewahren, sondern auch zu leben, damit altes Wissen u. a. in Sachen Flachs (auch bekannt als Lein, Anm.) nicht verloren geht", erklärt Obfrau Monika Pegam.
Interessante Einblicke
Flachs wurde früher auf vielen Höfen angebaut, heute ist es ein Nischenprodukt. "Wir haben alle relevanten Stationen aufgebaut, um die einzelnen Arbeitsprozesse bis ins Letzte mitverfolgen oder auch gleich selbst Hand anlegen zu können", ergänzt Susanne Aigner. Nach dem Spinnen erfolgte die Finalisierung an den Webstühlen. Der Flachs selbst wurde schon im Frühjahr in einem dem Handwerkshaus gegenüberliegenden Garten gesät und kultiviert. Im Hochsommer erfolgte dann die Ernte und die entsprechende Lagerung.
Besonderes Rahmenprogramm
Einblick bekam das begeisterte Publikum aber nicht nur von der Leinenherstellung und Webkunst, auch sorgten Armin Bardel und Martina Reitinger mit Körpermalerei und Musik für ein weiteres interessantes Betätigungsfeld. Der Lein hat auch kulinarisch einiges zu bieten. Zum Verkosten angeboten wurden Schmankerln wie Mühlviertler Leinölkartoffel mit Rahm, Leinsamenkekse, Gebäck aus Korn und Leinen sowie Haferkekse mit Joghurtsoße.
Zahlreiche Gäste
Das Flachsbrechen nicht entgegen ließen sich u.a. Architektin Eva Rubin, Schauspielerin und Regisseurin Sarah Kühl, Naturwissenschafter Helmut Zander, Künstler Wolfgang Grossl, ORF-Stimme Martin Kalbitzer-Furian, Advokat Farhad Paya, Benito Oliva, Assitenzhund Jake, Kunstschaffende Ingeborg Kofler und Biologin Cäcilia Wieltschnig.
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.