„Klagenfurt Elite“ verurteilt Gewalt
Am Partyolymp regiert die Moral

Die HipHop und R&B Party von "Klagenfurt Elite" am 9.Juli
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  • Die HipHop und R&B Party von "Klagenfurt Elite" am 9.Juli
  • Foto: Marcel Fabian Fischer – MF Fotographie
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Das Klagenfurter Social Media-Phänomen „Elite“ nützt in letzter Zeit immer wieder seine Reichweite, um gegen gewaltfreies Feiern aufzurufen.

KLAGENFURT. Der Instagram-Account, der im Dezember 2020 als Comedy-Meme-Seite gestartet ist, erreicht mittlerweile knapp 28.000 Menschen. Neben lustigen Videos und aktuellen Ereignissen rund um Klagenfurt, werden auch immer wieder Videos von gewalttätigen Ausschreitungen im Partyrausch gepostet. Erst kürzlich verurteilte der Account Gewalttaten wie Schlägereien, die während der Partynächte immer wieder auftreten, und warnte, dass sie mit rund 25.000 „Reportern“ ihre Augen überall hätten. „Wir wollen Klagenfurt ins Positive verändern und für gewalttätige Aktionen, Übergriffe an Frauen, Rassismus usw. ist hier kein Platz“, hieß es vor einigen Tagen auf Instagram. Dazu würde man sich nicht davor scheuen, Videos solcher „Aktionen“ hochzuladen, denn auch die Polizei verfolge aufmerksam ihre Posts und man stehe mit der Polizei in Kontakt.

Ermittlungen im Internet

Die „Woche“ hat sich daraufhin bei der Polizei Klagenfurt erkundigt, wie diese Zusammenarbeit mit „Elite Klagenfurt“ tatsächlich aussieht. Die Polizei sehe sich generell alle Social Media-Kanäle an, welche die Stadt Klagenfurt betreffen, vor allem bei größeren Veranstaltungen, erklärte der Leiter des Einsatzreferates im Klagenfurter Stadtpolizeikommando, Oberstleutnant Markus Tilli. Obwohl es bereits einmal seitens des Koordinators der Initiative „Gemeinsam sicher“ einen Versuch der Kontaktaufnahme gegeben habe, laufe diese Art der Informationsbeschaffung vor allem über das Rathaus, da die „Elite Klagenfurt“ eng mit diesem verknüpft sei. Einzelermittler*innen hätten jedoch die Möglichkeit, Kontakt zu Social-Media Accounts aufzunehmen, falls Inhalte gepostet werden, in welchen mögliche Beweismittel enthalten sein könnten. Jedoch komme es in solchen Videos häufig auf die Perspektive an, da manche Szenen online anders transportiert würden, als sie in der Realität stattgefunden haben.

Was ist erlaubt?

Prinzipiell könne alles, was öffentlich gefilmt oder gepostet wird, in einem eventuellen Strafverfahren herangezogen werden. Allerdings sei es ein privatrechtlicher Verstoß, das Gesicht einer Person ohne ihr Einverständnis zu veröffentlichen: „Was viele Leute oft nicht wissen: Ich darf alles filmen, aber nicht automatisch auf Social Media veröffentlichen.“

Die Parties der „Elite“

Die Sperrstunden-bedingten Parkplatzparties hätten die Polizei zwar vor eine logistische Herausforderung gestellt, seien allerdings überhaupt kein Problem gewesen, da sie komplett friedlich verlaufen seien. Eine Voraussetzung sei natürlich immer das Einverständnis der Eigentümer*innen. Die Veranstaltung des „Elite Events“ am Neuen Platz, am 9. Juli, sei ebenfalls friedlich vonstatten gegangen, problematisch war einzig eine „erhebliche Missachtung der Jugendschutzvorschriften.“ Es habe 47 Anzeigen nach dem Kärntner Jugendschutzgesetz gegeben, davon 37 wegen Alkoholverstößen, mehrere Jugendliche hätten über zwei Promille Blutalkoholkonzentration gehabt. Insgesamt waren bei dem Event 1500 Personen anwesend. Laut dem Elite-Team sollen weitere Veranstaltungen im August folgen.

Insgesamt waren rund 1500 Personen anwesend.
  • Insgesamt waren rund 1500 Personen anwesend.
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