Sommer-Interview
„Die Bundespolitik hat auf unserem Tisch keinen Platz!“

ÖVP-Landesparteiobmann Martin Gruber genießt den Sommer in Kärnten
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ÖVP-Landesparteiobmann und Landesrat Martin Gruber wird sich das Kunstprojekt „For Forest“ im Wörthersee-Stadion ansehen, schließt vor Wahlen grundsätzlich gar nichts aus und möchte bei der Nationalratswahl am 29. September mit der ÖVP Nummer eins in Kärnten werden.

WOCHE: Werden Sie das Kunstprojekt „For Forest“ im Wörthersee-Stadion besuchen?
MARTIN GRUBER: Ja, natürlich werde ich es besuchen und ansehen. Schon rein interessehalber, wie es schlussendlich im Stadion ausschaut. Ganz wichtig und entscheidend ist, dass keine Landesmittel in dieses Projekt fließen.

Das heißt, Sie geben dem „Stadionwald“ allen Unkenrufen zum Trotz eine realistische Chance?
Absolut, es sind viele Arbeitsstunden und Ideen von Künstler Klaus Littmann eingeflossen, der das Projekt mit viel Engagement betreibt. Hoffentlich haben wir aus touristischer Sicht etwas davon. Das Beste gilt es daraus zu machen.

Vom Stadion-Wald zur Jagd: Sie sind Jagdreferent des Landes. Soll das Wahlsystem bei der Wahl des Landesjägermeisters, die Ende Juni stattgefunden hat, künftig geändert werden?
Das aktuelle System ist legitim. Die Wahl des Landesjägermeister ist nicht die einzige, bei der die Chefitäten nach dem Delegierten-Wahlsystem gewählt werden. Wir haben es im Land auch, wo die Landtagsabgeordneten als Delegierte des Volks die Landesregierung wählen. Ich würde nicht grob fahrlässig etwas sehen, was hier nicht demokratisch wäre. Deshalb gibt es keine Notwendigkeit für eine Änderung.

Wie hat sich der Misstrauensantrag der SPÖ gegen Sebastian Kurz und die Bundesregierung auf die Arbeit der SPÖ-ÖVP-Koalition in Kärnten ausgewirkt?
Natürlich war das in der Koalition ein Thema. Aber wir haben mit dem Landesvorsitzenden der SPÖ, Landeshauptmann Peter Kaiser, besprochen, dass die bundespolitischen Themen auf unserem Koalitionstisch keinen Platz haben. Die Bundespolitik soll die Arbeit für die Kärntner nicht belasten.

Würden Sie in Kärnten eine Koalition mit der FPÖ eingehen?
Eine theoretische Frage. Ich würde grundsätzlich, nachdem Wähler ein Votum abgegeben haben, niemanden ausschließen. Aber diese Frage stellt sich momentan nicht.

Wie stehen Sie einer Fortsetzung der Türkis-Blauen-Bundesregierung gegenüber?
Ich schließe vor einer Wahl keine Koalition aus, auch nicht mit der FPÖ. Ich kann mir zwar eine Koalition mit gewissen handelnden Personen nicht vorstellen, wenn sie nach der Wahl noch dabei wären. Aber wer weiß, was bei der Wahl schlussendlich passiert, mit wie vielen Stimmen die einzelnen Parteien ausgestattet sind. Aber ich schlage keine Türen zu!

Ihr Ziel für die Nationalratswahl im September aus Sicht der Landes-ÖVP (2017: 26,8 Prozent)?
Das Ziel für die Nationalratswahl am 29. September ist für mich ganz klar: Wir wollen die stärkste Kraft in Kärnten werden! Gemeinsam mit unserer Spitzenkandidatin Elisabeth Köstinger werden wir vollen Einsatz zeigen, damit Sebastian Kurz seinen Reformkurs für Österreich fortsetzen kann!

Ein Blick auf die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen 2021 in Kärnten: Soll in Klagenfurt Markus Geiger Bürgermeister-Kandidat der ÖVP werden?
Das sind Entscheidungen, die Gemeindeparteien selbst und autonom treffen. Da wird es keine Einmischung und keine Ratschläge von der Landes-ÖVP geben. Das hätte ich mir von meinem Landesparteiobmann, als ich Bürgermeister und Partei-Verantwortlicher in Kappel war, auch nicht bieten lassen.

Es wird immer schwieriger Bürgermeister-Kandidaten zu finden. Sie waren selbst Bürgermeister. Wie ist das Amt wieder attraktiver zu machen?
Es gibt sogar Gemeinden, in denen Parteien Bürgermeister-Kandidaten mittels Postwurf suchen – zum Beispiel in Salzburg. Das hängt damit zusammen, welche Verantwortung ein Bürgermeister als Privatperson trägt. Wenn wir die Absicherung – vor allem finanzieller Natur, Rechtsschutz und dergleichen – kärntenweit auf bessere Ebenen stellen, dann wäre das schon eine Verbesserung.

Was ist für Sie Heimat?
Heimat ist für mich mein Heimat-Bundesland, weil es ein Land mit fleißigen und lieben Leuten ist. Eine ganz spezielle Bedeutung hat Heimat immer auf dem Weg nach Hause, wenn ich weiß, ich fahre zu Frau und Kindern heim. Heimat ist für mich dort, wo meine Familie ist.

Was darf für Sie im Kärntner Sommer nicht fehlen?
Plantschen mit den Kindern im kleinen Plastik-Pool!

ÖVP-Landesparteiobmann Martin Gruber genießt den Sommer in Kärnten
Autor:

Peter Michael Kowal aus Klagenfurt

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