"Können Kosten nicht stemmen"
Kirchtag am Pfarrplatz wird doch nicht stattfinden
- In der ersten Septemberwoche sollte rund um den Pfarrplatz Kirchtagsstimmung aufkommen. Nun gibt es doch keinen Kirchtag.
- Foto: Polzer
- hochgeladen von Laura Anna Kahl
"Die Wirte können das nicht stemmen": In der ersten Septemberwoche wollte man am Pfarrplatz in Klagenfurt einen "Alpen-Adria"-Kirchtag veranstalten - wir berichteten. Dieser wurde nun leider abgesagt.
KLAGENFURT. In der ersten Septemberwoche sollte rund um den Pfarrplatz Kirchtagsstimmung aufkommen. "Neben der traditionellen Kirchtagswoche der Stadtpfarrkirche St. Egid werden auch hier die umliegenden Gastronomen und Händler – unter anderem das Cube, das Dorf Stadl und das Vino – ein ergänzendes Programm anbieten", hieß es.
Wollte Zeichen setzen
"Wir sind derzeit noch dabei, das genaue Programm festzulegen und auszuarbeiten, aber wir wollen auch mit den umliegenden Geschäften zusammenarbeiten", erklärte Cube-Inhaberin und Mitorganisatorin Chiara Tölderer damals. Mit der Veranstaltung wollte man jedenfalls ein aktives Zeichen für eine belebte Innenstadt setzen. "Gerade am Pfarrplatz hat sich lange nichts mehr getan und als Landeshauptstadt brauchen wir einen Kirchtag. Daher haben wir uns entschlossen, das einmal auszuprobieren", betonte Tölderer.
Kirchtag abgesagt
Nun die traurige Nachricht: Im Namen von Inga Horny (Klagenfurt Marketing) und Cornelia Hübner wurde der Kirchtag nun abgesagt. Dies wurde in einem heutigen WhatsApp-Posting bekanntgegeben.
"Die Wirte können das ohne Unterstützung der öffentlichen Hand nicht stemmen. Der Kostenaspekt ist ein riesiges Thema. Auch die notwendige Infrastruktur stellt viele vor große Herausforderungen", sagt Inga Horny gegenüber MeinBezirk.at. "Die Wirte haben sich wirklich bemüht. Sie waren sehr engagiert. Ich habe selten so motivierte Wirte gesehen."
Betroffener Wirt: "Haben alles versucht"
Silvio Berger vom Café Bar Vino in Klagenfurt erklärt: "Wir schaffen es einfach nicht. Die Kosten sind einfach zu hoch, auch aufgrund der vielen Auflagen. Wenn wir einen Kirchtag veranstalten, wollen wir natürlich Qualität bieten."
Hohe Kosten und "zu kurzfristig"
Insgesamt hätten sich acht Gastronomen zusammengeschlossen, geplant waren vier Veranstaltungstage hintereinander. "Es war letztlich auch zu kurzfristig. Von der Stadt gab es kein Geld, und auch bei den Sponsoren war die Vorlaufzeit zu kurz", so Berger. Ein weiteres Risiko sei das Wetter gewesen: "Wenn es an zwei von vier Tagen kein gutes Wetter gibt, kann ein Gastronom die Kosten einfach nicht stemmen." Dennoch zeigt er sich zuversichtlich: "Wir sind guter Hoffnung, dass wir es nächstes Jahr schaffen." Aufgeben sei keine Option.
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