Frauen verdienen nach wie vor 19,7 Prozent weniger als Männer

ÖGB-Regionalvorsitzender Reinhard Niedermaier, Elfriede Mair - ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Helga Kittenberger, Gabriele Hackl, ÖGB-Regionalsekretär Rudolf Kernstock
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KREMS. Ab dem 21. Oktober arbeiten die Österreicherinnen sozusagen bis Jahresende gratis. Umgerechnet sind das 72 unbezahlte Tage bzw. 19,7 Prozent oder 10.248 Euro weniger Einkommen. „Das ist viel Geld, das Frauen im Geldbörsel fehlt und sie gut gebrauchen würden“, so das traurige Resümee von Helga Kittenberger, ÖGB-Frauenvorsitzende der Region Donau.

Unbezahlte Arbeit im Vergleich

Noch immer stoßen viele Frauen an die „gläserne Decke“ und arbeiten vor allem in Teilzeit. „Für mich ist der Knackpunkt die sogenannte „unbezahlte Arbeit“ – sprich Kindererziehung, Pflege und Haushalt. Denn wer viel unbezahlt arbeitet, muss bei der bezahlten Erwerbsarbeit zurückstecken“, zeigt Kittenberger auf. Sie verweist auf eine Zeitverwendungsstudie der WU Wien, laut der in Österreich erwerbstätige Frauen im Schnitt 27 Stunden in der Woche unbezahlt arbeiten, Männer hingegen nur 16.
Genau aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, wie und was Frauen und Männer im Laufe des Tages tun und ob sich ihre Arbeitsaufteilung im Laufe der Zeit verändert. Die letzte Erhebung zur Zeitverwendung stammt allerdings aus dem Jahr 2008/2009. „Ab 2020 ist eine neue, EU-weite Erhebungswelle geplant. Es wäre wichtig, dass sich Österreich daran beteiligt. Nicht nur damit es neue Daten gibt, sondern dass auch ein Vergleich mit anderen Ländern möglich ist“, sagt dazu ÖGB-Regionalvorsitzender Reinhard Niedermaier.

Ausbau der Kinderbetreuung überfällig

Um den Einkommensunterschied rascher zu beseitigen und Frauen eine echte Wahlfreiheit zu ermöglichen, braucht es aber mehr. „Wir kommen um einen flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen mit Schwerpunkt auf regionalen Bereichen, den Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr sowie einen Ausbau der professionellen Pflege- und Betreuungsangebote nicht herum. Das alles ist längst überfällig“, fordert Niedermaier.

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