Stadt Krems 2025
Trotz hoher Investitionen, Krems schreibt 2025 schwarze Zahlen
- Finanzdirektor Markus Holzinger, Bürgermeister Peter Molnar und Finanzstadtrat Helmut Mayer – von links.
- Foto: Stadt Krems
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Stadt Krems kann das Jahr 2025 mit positivem Ergebnis abschließen – Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Freizeit sollen fortgesetzt werden
KREMS. Trotz hoher Investitionen in wichtige Zukunftsprojekte und weiterhin steigender Kosten konnte die Stadt Krems das Finanzjahr 2025 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Der Rechnungsabschluss weist ein Nettoergebnis von 1,34 Millionen Euro aus. Auch der Finanzierungshaushalt schließt mit einem Plus von rund 670.000 Euro. Gleichzeitig wurden die Rücklagen weiter erhöht.
„Krems investiert wirklich extrem viel“, betonte Bürgermeister Peter Molnar bei der Präsentation des Rechnungsabschlusses. Besonders verwies er auf Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Bildung sowie Sport und Freizeit – darunter auch das neue Badeerlebnis Mirador. Dass trotz dieser Investitionen ein positives Ergebnis erreicht werden konnte, sei „keineswegs selbstverständlich“.
- Beim Pressegespräch zum Rechnungsabschluss
- Foto: sg
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Mit einem Augenzwinkern zog Molnar auch einen Vergleich zur früheren finanziellen Situation der Stadt: „Wir haben das Wunder von Krems vollbracht.“ Gemeint ist damit die Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen die Stadt ihren finanziellen Spielraum deutlich verbessern konnte.
Im Ergebnishaushalt stehen Erträgen von rund 88,56 Millionen Euro Aufwendungen von etwa 87,22 Millionen Euro gegenüber. Nach Rücklagenbewegungen bleibt ein positives Nettoergebnis von rund 410.000 Euro. Die Haushaltsrücklagen konnten um mehr als 930.000 Euro gesteigert werden.
Finanzstadtrat Helmut Mayer sieht mehrere Gründe für die stabile Entwicklung: „Wir haben eine florierende Wirtschaft in Krems. Das spiegelt sich auch in der Kommunalsteuer wider.“ Besonders die Industrie, etwa die voestalpine, sei ein wichtiger Faktor. Aber auch die Bildungslandschaft trage wesentlich zur wirtschaftlichen Stärke der Stadt bei: Das IMC Krems zählt mittlerweile zu den größten Kommunalsteuerzahlern der Stadt.
- Finanzdirektor Markus Holzinger, Bürgermeister Peter Molnar, Finanzstadtrat Helmut Mayer und Gemeinderat Wolfgang Mahrer – von links.
- Foto: Stadt Krems
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Neben der positiven wirtschaftlichen Entwicklung habe auch die laufende Optimierung der Verwaltung zum Ergebnis beigetragen. Durch eine Verschlankung von Abläufen konnten Einsparungspotenziale genutzt werden, ohne zentrale Leistungen für die Bevölkerung infrage zu stellen.
Die Vermögensrechnung weist ein Gesamtvermögen der Stadt von rund 317,20 Millionen Euro aus. Rechnet man Stadt und Eigenbetriebe zusammen, erhöhte sich das Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Millionen Euro auf etwa 542,78 Millionen Euro. Der Schuldenstand blieb mit rund 20,10 Millionen Euro in der Hoheitsverwaltung und den Eigenbetrieben moderat.
Auch die Eigenbetriebe der Stadt Krems konnten das Jahr positiv abschließen. Nach Zuschuss- und Rücklagenabwicklung ergibt sich ein Ergebnis von rund 460.000 Euro, die Rücklagen stiegen um etwa 1,10 Millionen Euro.
Trotz der positiven Bilanz warnt die Stadt vor schwieriger werdenden Rahmenbedingungen für Gemeinden. Bürgermeister Molnar verweist auf die steigenden Ausgaben, insbesondere bei Gesundheit und Sozialem: „Die Schere zwischen stark steigenden Ausgaben und nur gering wachsenden Einnahmen geht immer weiter auseinander.“ Er fordert daher Reformen bei Landesabgaben und der Verteilung der Grundsteuereinnahmen, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Städte langfristig zu sichern.
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Finanzdirektor Markus Holzinger bestätigt diese Entwicklung: Die Umlagen für Gesundheit und Soziales seien weiterhin stark gestiegen, wodurch der frei verfügbare Anteil der Ertragsanteile erneut zurückgegangen sei. Trotzdem sei es gelungen, die finanzielle Stabilität zu sichern.
Mit dem Rechnungsabschluss 2025 sieht sich Krems in seinem Kurs bestätigt: solide wirtschaften und gleichzeitig gezielt in die Zukunft investieren – in Bildung, Kultur, Mobilität, Sport und Lebensqualität.
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