Kampf um Jobs
Langzeitarbeitslose nehmen zu - So agiert das AMS Krems dagegen
- Erwin Kirschenhofer ist Leiter des AMS Krems.
- Foto: sg
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Ende Dezember 2025 sind 2.445 Menschen beim AMS in Krems arbeitslos vorgemerkt und damit um 128 oder 5,5 % mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Inklusive Schulungsteilnehmende befanden sich 2.892 Menschen in Krems auf Jobsuche.
BEZIRK KREMS. Im Jahresdurchschnitt 2025 zeigt sich in Krems im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Höhe von 9,8 %, dieser Zuwachs liegt auch signifikant über dem NÖ-Wert von + 4,2% und dem Ö-Wert von + 6,6 %.
Der durchschnittliche Bestand an unselbständig Beschäftigten in Krems im Jahr 2025 liegt bei 33.288 und hat sich nur unwesentlich gegenüber 2024 verändert (+ 0,3 %).
Die schlechte konjunkturelle Entwicklung hat am heimischen Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen. Das sehen wir am Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit mit einem Plus von 34,7 % oder 68 Menschen im Vergleich zu 2024. Darüber hinaus ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Dezember des Vorjahres um 42,7 % gestiegen.
- Veränderung der Arbeitslosigkeit im Dezember
- Foto: AMS NÖ
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Geglückte Rückkehr ins Berufsleben
„Gleichzeitig haben allerdings 75 Menschen, die bereits ein Jahr oder länger vom AMS betreut werden, eine Arbeit aufgenommen. Das sind sogar um 16 mehr als im Jahr davor“, betont der Geschäftsstellenleiter Erwin Kirschenhofer.
2025 haben 3.379 Jobsuchende ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beendet.
3.457 Stellen konnten mit geeigneten Arbeitskräften besetzt werden. Ein leichtes Plus von 1,8 % gegenüber dem Jahr davor.
Qualifizierungen
„Erfreulich ist, dass wir als AMS Krems auch einen wesentlichen Beitrag zur Qualifizierung leisten konnten. So konnten rund 300 Menschen im Bereich der Lehrausbildung mit verschiedenen Ausbildungstools zu Facharbeiter*innen qualifiziert und rund 100 Menschen konnten im Pflegebereich über das Pflegestipendium höherqualifiziert werden“, verweist Kirschenhofer auf erfolgreiche Interventionen für den regionalen Arbeitsmarkt.
„Es bleibt herausfordernd, die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Qualifizierung und rasche Integration der arbeitssuchenden Menschen steht ganz oben auf der Agenda für 2026. Die Zusammenarbeit aller maßgeblichen Kräfte am heimischen Arbeitsmarkt, insbesondere die hervorragende Kooperation mit den Sozialpartnern und der Stadt Krems sowie dem Kremser Wirtschaftsbeirat ist die erfolgreiche Konstante,“ streicht der AMS-Chef das Erfolgsgeheimnis des Bezirkes Krems abschließend hervor.
- Veränderung der Arbeitslosigkeit in den letzten 12 Monaten.
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