Brixlegger Künstlerin erhält Auszeichnung

Kulturlandesrätin Beate Palfrader überreicht Ulrike Müller den Preis für zeitgenössische Kunst 2017.
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  • Kulturlandesrätin Beate Palfrader überreicht Ulrike Müller den Preis für zeitgenössische Kunst 2017.
  • Foto: Land Tirol/Sidon
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INNSBRUCK / BRIXLEGG (red). Am Montag, den 22. Mai überreichte Kulturlandesrätin Beate Palfrader den mit 5.500 Euro dotieren Preis für zeitgenössische Kunst an die in Brixlegg geborene und in New York lebende Künstlerin Ulrike Müller. Weiteres werden beim Festakt im Innsbrucker Landhaus die drei Förderpreise für zeitgenössische Kunst verliehen – diese gehen an Heidi Holleis, Jöchl&Tragseiler und Benjamin Zanon. Der Hauptpreis sowie die Förderpreise für zeitgenössische Kunst werden seit 1996 vom Land Tirol vergeben.
„Mit diesen Preisen werden Künstlerinnen und Künstler gewürdigt und gefördert, deren Arbeit uns zeigen kann, was das Zeitgenössische in der Kunst ausmacht, welche Fragen Künstlerinnen und Künstler an die Welt stellen, welche Antworten sie der Gesellschaft geben und in welchen Sprachen sie die Gegenwart beschreiben“, gratuliert LRin Palfrader. Die ausgezeichneten Kunstschaffenden zeichnen sich durch ein hohes Maß an Eigensinn und Individualität aus und vermögen es, das Publikum anzusprechen.

Von Tirol in die Welt
Die im Jahr 1971 im Unterland geborene Ulrike Müller arbeitet in den Medien Performance und Video sowie derzeit vornehmlich in dem der Malerei. Sie widmet sich in ihren Arbeiten komplexen und höchst zeitgenössischen Themen. „Mit der heutigen Preisverleihung können wir den internationalen Bezügen der zeitgenössischen Kunst in Tirol ein Gesicht geben. Als Kulturland mit einer lebendigen Kunstszene ist es uns auch wichtig, Künstlerinnen und Künstler vor den Vorhang zu holen, die ihre Wurzeln in Tirol haben, doch ihr freies Kunstschaffen weltweit etablieren“, hebt LRin Palfrader hervor.
Ulrike Müller studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und nahm am renommierten „Whitney Independent Study Program“ in New York teil. „Die spezifische Grammatik der Malerei Ulrike Müllers bringt Konjunktionen hervor, die unterschiedliche künstlerische Traditionen, Materialien und Produzentinnen und Produzenten miteinander verbinden. Die radikalisierten Beziehungen, die dabei entstehen, durchqueren einfache Gegenüberstellungen von Figur und Grund, Bild und Raum, Subjekt und Objekt und erschaffen komplexe ästhetische wie lebensweltliche Situationen“, so Nina Tabassomi, Geschäftsführerin der TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol und Laudatorin von Ulrike Müller. Die jüngsten Arbeiten der im Big Apple lebenden Künstlerin sind derzeit auf der Whitney Biennale in New York zu sehen. Neben Einzelausstellungen wie „The old expressions are with us always and there are always others“ in Wien (mumok, 2016) sowie „And Then Some“ in New York (Callicoon Fine Arts, 2016) waren Müllers Werke nicht nur in Österreich und den USA zu sehen – auch in Deutschland und Ägypten fanden ihre Arbeiten großen Anklang.

Land Tirol fördert zeitgenössische Kunst
Auch die mit 2.550 Euro dotierten Förderpreise gelten als Ausdruck besonderer Wertschätzung und Anerkennung. Zwei der diesjährigen PreisträgerInnen leben heute in Wien: Alexander Jöchl und Wolfgang Tragseiler (Jöchl&Tragseiler) waren zuletzt im Rahmen der Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ in Innsbruck tätig. Heidi Holleis stammt, lebt und arbeitet in Innsbruck, wo sie unter anderem auch im „bilding“ unterrichtet – eine weit über die Landesgrenzen Tirols hinaus bemerkenswerte Schule für Kunst und Architektur. Seit dem Jahr 1992 sind ihre Werke in öffentlichen und privaten Kunstsammlungen vertreten. Benjamin Zanon wurde in Lienz geboren und lebt – nach einem Zwischenstopp in Düsseldorf – in Innsbruck. „Zeitgenössische Kunst reflektiert aktuelle gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen. Mit den Fördergeldern unterstützen wir künstlerische Ideen und Werdegänge von Kunstschaffenden und damit den Diskurs über unsere Gesellschaft“, betont die Tiroler Kulturlandesrätin.
Die PreisträgerInnen wurden vom Tiroler Kulturbeirat der bildenden Kunst und Architektur nominiert. 2016 ging die Auszeichnung an die Tiroler Malerin Claudia Hirtl. Die Förderpreise wurden an Susanne Kircher-Liner, Simona Obholzer und Lukas Schaller überreicht.

Weitere Informationen zu Ulrike Müller: um.encore.at/
Weitere Informationen zu den FörderpreisträgerInnen:
Heidi Holleis: www.kuenstlerschaft.at/member/heidi-holleis
Jöchl&Tragseiler: www.joechltragseiler.com
Benjamin Zanon: www.benjamin-zanon.at

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