Klassische Komödie in freier Landschaft
Drei Sphären, ein Berg, ein Stück!

Traumhaftes am Berg, ganz nach dem Geschmack des Publikums (v.l.n.r.): Albin Winkler (Demetrius), Maria Kaindl (Hermia), Georg Anker (Theseus), Susanne Anker (Hippolyta), Markus Mader (Lysander).
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  • Traumhaftes am Berg, ganz nach dem Geschmack des Publikums (v.l.n.r.): Albin Winkler (Demetrius), Maria Kaindl (Hermia), Georg Anker (Theseus), Susanne Anker (Hippolyta), Markus Mader (Lysander).
  • hochgeladen von Klaus Adolf Steidl

„Zurück zur Natur“! In zweifacher Hinsicht gelingt dem Stadttheater Kufstein mit seinem aktuell laufenden Shakespeare-Stück „Sommernachtstraum“ diese Reise. Zum einen besinnt sich die Inszenierung auf die ursprünglichen Umgebungsbedingungen dramatischer Stoffe, zum anderen wählte Regisseur Klaus Reitberger erneut die imposante Kulisse realer Berge am Brentenjoch. Das Publikum bei der Premiere am letzten Freitag war sich darüber einig, dass das Konzept „Unmittelbarkeit statt Technik, untergehende Sonne statt Scheinwerfer, Windgesäusel statt Lautsprecher-Beschallung“ wunderbar funktioniert. Und das vor allem bei einem Inhalt, der auf drei Ebenen abgehandelt wird.

Da ist die hehre Welt von Herzog Theseus (Georg Anker) und Herzogin Hippolyta (Susanne Anker), die schon mal über das Liebesglück der Untergebenen – wenn es sein muss, über den Weg der Intrige – entscheiden. Zwei Liebespaare – Lysander / Hermia und Demetrius / Helena – geraten mitten hinein in das illustre Treiben.

Ganz „unten“ tummeln sich einfach-kantige Typen, deren Herz für die Schauspielerei und die Idee brennt, anlässlich einer Hochzeit den mächtigen Herrscher mit ihrem verqueren Spiel zu erfreuen; ihre Sprache ist unverschnörkelt, bisweilen derb und dabei liebevoll an das lokale Idiom angepasst. Klar, dass sich hier die Lacher wie von selbst ergeben.

Beide Sphären könnten unterschiedlicher nicht sein, wäre da nicht das sie verbindende Element. Kosmische Kräfte, übernatürliche Vorgänge, gewaltige Geistwesen und der tollpatschige Puck (dargestellt von Philipp Bratschko) führen letztlich nichts Böses im Schilde, sie lenken das menschliche Schicksal in freudvolle Bahnen. Happy End garantiert!

Weitere Aufführungen am 2., 7., 10., 14., 16., 20. und 22. Juni sowie am 7., 12. und 13. Juli (Beginn: Freitag 18 Uhr, sonst 17 Uhr)

Das Stadttheater Kufstein beweist einmal mehr, dass es als historisch gewachsenes und homogenes Ensemble – heuer wird im 111. Jahr gespielt! – seinem Ruf als starke Theatertruppe mehr als gerecht wird. „Weniger ist mehr“ – auch ein Shakespeare hätte diese Devise unterschrieben.

Autor:

Klaus Adolf Steidl aus Kufstein

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