Kundler Wohnhäuser weichen Unterinntaltrasse

Beim Lokalaugenschein am Mittwochmittag war eins der Gebäude schon beinahe fertig abgerissen.
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  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

KUNDL (flo). Um beim Bau der geplanten Unterinntaltrasse Probleme zu vermeiden, erwarb die ÖBB drei Gemeindewohnhäuser am Kundler Sportplatz. Die Gebäude sind seit einiger Zeit unbewohnt und befinden sich direkt nördlich neben den bestehenden Bahngleisen. Unter ihnen soll ungefähr im Jahr 2025 die geplante Unterinntaltrasse entstehen. Die alten Gebäude mit insgesamt 27 Wohnungen wurden in den 1950er Jahren errichtet. Leer stehen sie seit Februar des heurigen Jahres, als 25 der Parteien in die von der Neuen Heimat errichteten Wohnungen am benachbarten Riedmann Areal umsiedelten. Eine der beiden anderen Parteien der alten Gemeindehäuser am Sportplatz zog ins Sozialzentrum und die andere in eine Privatwohnung.
Eine von der ÖBB beauftrage Abrissfirma begann nach dem Ende der Schwimmbad-Saison am 11. September mit den Entkernungsarbeiten. Dabei wurden Türen, Fensterläden, Fenster und vieles mehr entfernt. Diese konnten letzte Woche abgeschlossen werden und so rollten am Montag, dem 2. Oktober schließlich die großen Baumaschinen an. Der Abriss des ersten Gebäudes war beim Lokalaugenschein am 4. Oktober beinahe abgeschlossen. Laut einem Postwurf der Gemeinde sollen die Bauarbeiten Ende Oktober abgeschlossen sein.

Eishalle auch "im Weg"
Die benachbarte Kundler Eishalle ist eine der beiden einzigen Eishallen im gesamten Bezirk Kufstein und wurde erst vor kurzem mit einem neuen Dach und einigen neuen Kabinen für die Eishockey Spieler ausgestattet. Doch auch ihre Zukunft ist ungewiss, da sie sich ebenfalls direkt nördlich neben den Bahngleisen befindet. Unter dem kleinen Weg, welcher sich zwischen der Eishalle und den bestehenden Bahngleisen befindet sowie einem Teil der Eishalle soll die geplante Unterinntaltrasse entstehen.
"Es gab bereits Gespräche wegen dem Bau der Bahntrasse unter der Eishalle, aber es wurde noch kein konkretes Projekt präsentiert wie tief unter der Halle die Trasse gebaut werden soll", sagt Kundls Amtsleiter Klaus Fankhauser. "Der geplante Bau der Unterinntaltrasse beginnt ja erst in sechs bis sieben Jahren also ist es noch zu früh sich den Kopf zu zerbrechen".
Auf jeden Fall wird die Kundler Eishalle während der Bauarbeiten, welche ungefähr ein halbes Jahr dauern werden, komplett gesperrt. Je nachdem wie tief unter der Eishalle die Unterinntaltrasse gebaut wird, kann die Halle eventuell abgestützt werden und danach wieder problemlos in Betrieb gehen. Sollte die Halle jedoch nachgeben oder Risse in der Konstruktion entstehen, was durchaus denkbar wäre, würde eine Sanierung wenig Sinn machen und ein Abriss der Eishalle höchstwahrscheinlich unvermeidbar sein.

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