Umbau abgeschlossen
AMS Kufstein feiert Eröffnung mit guter Bilanz

Zur Eröffnungsfeier des "neuen" AMS Kufstein zogen AMS Landesgeschäftsführer Anton Kern, Geschäftsstellenleiterin Margit Exenberger und AMS Österreich-Vorstand Johannes Kopf (v.l.) Bilanz.
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Das AMS Kufstein blickte im Rahmen der Eröffnungsfeier seiner neuen Räumlichkeiten auf das Jahr 2019 zurück und wagte einen Ausblick auf 2020. Aktuelle Arbeitsmarktdaten zeigen, dass der Bestand an Arbeitslosen im Bezirk in etwa gleich blieb. Eine große Baustelle bleibt indes unter anderem der Fachkräftemangel. 

KUFSTEIN (bfl). Die Aussichten sind positiv. So lautete der Grundtenor in der Bilanz, die das Arbeitsmarktservice (AMS) Kufstein zum Jahresbeginn 2020 zog. Nicht nur mit positiven Zahlen was Beschäftigung und Arbeitslosigkeit angeht, sondern in einem neuen Kleid konnte sich das AMS Kufstein dabei dieser Tage präsentieren. Die Geschäftsstelle in der Festungsstadt feierte am Donnerstag, den 9. Jänner nach einer mehrmonatigen Umbau- und Erweiterungsphase nun offiziell seine Eröffnung. 

Neue Büros und neue Technik

Knapp 1 Million Euro wurden in den Ausbau investiert: 800.000 Euro durch die "BundesImmobilienGesellschaft" (BIG), der das Haus gehört und 250.000 durch das AMS. Bereits im ersten Halbjahr 2019 wurden im Zuge des ersten Bauabschnittes ein trennbarer Multifunktionsraum sowie 13 zusätzliche Büros für die Beratung geschafften. Dabei handelt es sich um Einzelbüros, die Diskretion und Datenschutz gewährleisten sollen. Im zweiten Bauabschnitt wurde vor allem der technische Bestand im Erdgeschoss neu aufgerüstet. Arbeitssuchende erwartet nun in Kufstein zudem ein modernes Leit- sowie Aufrufsystem. Die Maßnahmen sollen die Wartezeit verkürzen und ein besseres Service bieten. 
Die Erneuerungen schlagen in die gleiche Kerbe, wie jene Maßnahmen die das AMS österreichweit gesetzt hat. So wurde in ganz Österreich die "eAkte" eingeführt, die es dem AMS ermöglicht viele Millionen Akte nun am Rechner zu bearbeiten. Vorteile hat dieses System auch für Kufstein, denn die "eAkte" bringt eine gewisse Flexibilität mit sich. Besteht in touristischen Regionen zu gewissen Zeiten im Jahr großer Andrang, wie beispielsweise zum Saisonende, kann sich das AMS aus anderen regionalen Geschäftsstellen Unterstützung holen, um die Akten schneller abzuarbeiten.

Arbeitsmarktdaten zur Eröffnung

Zur Eröffnungsfeier begrüßen konnte AMS-Geschäftsstellenleiterin Margit Exenberger unter anderem den AMS Österreich-Vorstand Johannes Kopf sowie Landesgeschäftsführer Anton Kern. Sie lieferten aktuelle Daten zum Arbeitsmarkt in Österreich und Tirol und zogen auf Landes- und Bundesebene Bilanz. 
Der Vergleich zeigt, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich im Jahr 2019 schwächer ausgefallen ist als im Jahr 2018. Dennoch brachte Das vergangene Jahr 55.000 neue Jobs und ein Plus von 44.221 an Arbeitskräften. Für das Jahr 2020 erwarte man sich eine weitere Abschwächung hinsichtlich des Wirtschaftswachstums und einen kleinen Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen. Glaubt man derzeitigen Prognosen, ist das keine Trendwende, die wieder in eine Rezession geht, sondern eine vorübergehende Abschwächung der Konjunktur. "Österreich ist enorm dynamisch wachsend und das passt auch sehr gut zu Kufstein", sagt Kopf. 
Eine positive Bilanz konnte auch Landesgeschäftsführer Anton Kern präsentieren. Mit einer Arbeitslosenrate von 4,5 Prozent konnte Tirol im Jahr 2019 die niedrigste Rate im österreichweiten Vergleich verzeichnen. Auch für 2020 erwarte man sich in Tirol einen moderaten Anstieg hinsichtlich des Wirtschaftswachstums, aber auch einen leichten Anstieg bei der Arbeitslosigkeit. 
Herausforderungen sieht Kern vor allem im Fachkräftemangel, aber auch darin, gering qualifizierte Personen zu qualifizieren, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. 

Stabile Lage im besonderen Bezirk

Die Prognosen für das kommende Jahr sind auch für den Bezirk Kufstein gut, zumal dieser – was die wirtschaftliche Lage betrifft – im Bundesland Tirol eine Art Sonderstellung genießt. "Kufstein ist in Tirol noch ein Bezirk, der besonders herausragt aus dem positiven Bild von Tirol", berichtet Geschäftsstellenleiterin Margit Exenberger.
Zuzuschreiben ist dies vor allem dem besonders gut aufgestellten Branchenmix im Bezirk Kufstein. Wie eine Studie der Wirtschaftskammer zeigt, schafft es der Bezirk in verschiedensten Vergleichen dabei sogar im Österreich-Ranking auf Platz drei. 

Bestand an Arbeitslosen gleich geblieben

Das Jahr 2019 war also auch für Kufstein ein durchaus erfolgreiches. So ist einerseits der Zugang in die Arbeitslosigkeit gesunken, während der Bestand an Arbeitslosen in etwa gleich geblieben ist. Waren es im Jahr 2018 noch 2.337, so sank die Zahl der arbeitslosen Personen im Jahr 2019 auf 2.331. Auch beim Zugang zu den offenen Stellen verzeichnete man im Bezirk im Jahr 2019 einen Rückgang: lag dieser 2018 noch bei 7.176, so sank dieser im Jahr 2019 auf 6.708. 
Dabei falle auf, dass der Bezirk Kufstein dem Trend in Tirol und Österreich immer "ein bisschen voraus" ist, betont Exenberger. Bereits im Sommer habe sich in Kufstein schon abgezeichnet, dass sich eine gewisse Konjunkturveränderung anbahnt. Dennoch bleibt die Arbeitsmarktsituation im Bezirk stabil. Trends weisen keine Ausreißer auf und gehen im wesentlichen in die gleiche Richtung wie jene auf Landes- und Bundesebene. Und auch der Schuh drückt im Bezirk an denselben Stellen. "Es trifft uns ganz gleich wie in Tirol und wie in Österreich, dass uns einfach die Fachkräfte massiv fehlen und dass wir alles daran setzen die Unternehmen zu versorgen mit dem Potenzial an Menschen, die wir zur Verfügung haben", sagt Exenberger.

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Bereits im Sommer konnte das AMS nach Beendigung des ersten Bauabschnittes in die neuen Räumlichkeiten einziehen. Mehr dazu finden Sie hier.
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