29.11.2017, 15:39 Uhr

Radfelder Gemeindeversammlung schlägt bei Thema "Hochwasser" Wellen

Bürgermeister Josef Auer sprach über viele Themen bei der gut besuchten öffentlichen Radfelder Gemeindeversammlung. (Foto: Haun)

Bgm. Auer präsentiert bei öffentlicher Gemeindeversammlung Neun-Punkte-Katalog. Wird dieser nicht erfüllt, tritt Radfeld dem Wasserverband nicht bei.

RADFELD (flo). Das Thema Hochwasserschutz beschäftigte die Radfelder Bürger bei der letzten öffentlichen Gemeindeversammlung am 22. November. Bürgermeister Auer präsentierte dabei neun Forderungen der Gemeinde, Ortsbauern und der betroffenen Grundbesitzer und stellte klar: Werden diese nicht erfüllt, lehnt Radfeld einen Beitritt zum Wasserverband ab.
Eine der größten Herausforderungen für Radfeld ist nach wie vor die Schaffung eines Hochwasserschutzes und der damit verbundene Beitritt zum Wasserverband. "Im Dezember des vergangenen Jahres haben wir im Gemeinderat zwölf Punkte bezüglich des Hochwasserschutzes einstimmig beschlossen und diese an die Bezirkshauptmannschaft geschickt", erklärt Bgm. Auer. Auf dieses Schreiben habe man darauf bis heute keine schriftliche Antwort bekommen. Am 10. Oktober des heurigen Jahres besuchte Vize-Bürgermeister Friedrich Fischler ein weiteres Planungstreffen. Dabei sei, so Bürgermeister Auer, die Situation von Radfeld nach wie vor nicht berücksichtigt worden.

Forderungskatalog mit neun Punkten

Gemeinsam mit den Ortsbauern sowie den betroffenen Grundbesitzern wurden neun Punkte formuliert, ohne die Radfeld einen Beitritt zum Wasserverband ablehnt. Wenn die Schutzmaßnahmen geschaffen werden, erwartet sich die Gemeinde einen anständigen Hochwasserschutz, in dessen Rahmen auch die zu niedrige Autobahnbrücke adaptiert werden muss. "Wir akzeptieren auch nicht, dass die Retentionsflächen so nahe an der Dorfgrenze beginnen, denn Radfeld kann sich ja nur nach Osten entwickeln", stellte Auer klar. "Als zusätzliche Absicherung müssen auch Pumpanlagen bei den Dammmauern errichtet werden, denn wer garantiert uns, dass das Wasser nicht irgendwann durchs Dorf rinnt und wir dann alle durch den Damm erst recht schwimmen."
Ein weiteres Problem sehen die Radfelder darin, dass sich das Grundwasser eventuell an den Dammmauern stauen könnte. "Wenn nach der Überflutung der Schlamm auf den Feldern zurückbleibt, müssen die Aufräumungsarbeiten auch aus einem Landesfonds und nicht nur auf Gemeindeebene bezahlt werden", fordert Auer.
Auch stört es die Radfelder, dass bereits ab einem 40 jährigen Hochwasserereignis ("HQ 40"), das Innwasser auf ihre Retentionsflächen geleitet werden soll. Bgm. Auer ist diese Flutung zu früh, da dabei ein Großteil der Flächen bei einem "HQ 40" ohne eine künstliche Umleitung gar nicht überschwemmt würden.
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