27.10.2016, 11:50 Uhr

Stadtfest-Verein im Clinch mit Wörgl: Ascher "steht nicht mehr zur Verfügung"

Anstich zum 34. Wörgler Stadtfest 2016 – da war noch Alles in Ordnung (Foto: Maier)
WÖRGL. Am 2. November will die Stadtgemeinde in einer Pressekonferenz erste Informationen zur Neuausrichtung des Wörgler Stadtfestes geben. Schon seit einigen Wochen brodelt es hinter verschlossenen Türen in der "Energiemetropole". Während die Stadtpolitik – auch in öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats – laut über Änderungen und die künftige Ausrichtung nachdenkt, wurde bislang mit den Organisatoren, dem "Verein Wörgler Stadtfest" nicht gesprochen.
Der Verein verschaffte seinem Ärger auf der Stadtfest-Homepage mit einem "Quo vadis?"nLuft.

"Verfahrene Kommunikation und fehlender Rückhalt"

Das 34. Wörgler Stadtfest am 9. Juli 2016 war mit 13.500 zahlenden Besuchern das meist besuchte seit seiner Gründung, wie sich der Verein zurecht freut. Weniger erfreulich sei allerdings Folgendes: "Die neuen politischen Verantwortlichen kritisieren uns inhaltlich, Gerüchte haben sich bestätigt, eine Neuausrichtung von Seiten der Gremien, Diskussion in den Ausschüssen Bildung, Kultur und Sport, sowie Anträge von politischen Fraktionen lösen eine 'Back to the roots'- und 'Stadtfest STOP!'-Diskussion in Wörgl aus. Zu allen diesen visionären Ideen, Gesprächen und Diskussionen wurde zu keinem Zeitpunkt das Stadtfest-Team geladen oder zu Details befragt. Bei der am Mittwoch, den 19. Oktober, stattgefundenen organisatorischen Nachbesprechung unseres Teams wurde über eine weitere Vorgangsweise ausgiebig diskutiert.
Das Team fühlt sich von den politischen Verantwortlichen übergangen, und möchte zukünftigen Ideen nicht im Wege stehen.

Luggi Ascher gibt ab sofort die Verantwortung für das Fest ab und steht als Hauptorganisator für 2017 nicht mehr zur Verfügung. Die Gründe sind einerseits eine verfahrene Kommunikation sowie der fehlende Rückhalt von den politischen Entscheidungsträgern in Wörgl, die die Durchführung eines solchen Events zum jetzigen Zeitpunkt in der bestehenden Konstellation nicht möglich machen", schreibt der Verein.

Luggi Ascher: „Das Fest liegt mir seit elf Jahren sehr am Herzen, ich habe es mit dem Team inhaltlich und programmatisch nach besten Wissen weiter entwickelt und wir haben mit Begeisterung beobachtet, wie dynamisch ein modernes Volksfest in Wörgl wächst. Wenn auch zeitgleich in anderen Städten ein Sterben gerade dieser Feste auf Grund von Publikumsmangel oder organisatorischen Hürden zu beobachten ist. Mir ist auch bewusst, dass Veränderungen und moderne Fest- und Festivalcharaktere polarisieren, und traditionelle Feiergewohnheiten dabei manchmal auf der Strecke bleiben. Aus diesem Grunde wurden aber Traditionsfeste wie das 'über die Gassen', 'Brezensuppenfest', Jubiläumsfeste von Schützen, Feuerwehr und Stadtmusik und nicht zuletzt der 'Erlebnistag der Bergbauern' gebührend unterstützt.“

Ascher und der Verein danken bei dieser Gelegenheit nochmals allen freiwilligen Mitarbeitern des Organisationsteams 2016 (Brigitta Merkl, Kadri Villem, Sarah Peherstorfer, Petra Rodens, Christiane Widschwenter, Martina Osl, Julian Paris, Kayahan Kaya und Manfred Schachner) sowie dem Roten Kreuz, allen Blaulichtorganisationen, den stadtinternen Organisationen, der Firma DEFON Security, den Mitarbeitern vom Bauhof, den Stadtwerken, den Bühnenbauern und Technikern sowie allen Gönnern und Freunden des Wörgler Stadtfestes.“
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