30.05.2017, 13:33 Uhr

Heimische Milch sichert die Milchwirtschaft

Das Best-Bieter-Prinzip für öffentliche Einrichtungen soll den Eigenbedarf im Land steigern (Foto: pixabay)

Benger zum Weltmilchtag am 1. Juni: Kärntner Milchwirtschaft ist nicht über dem Berg.

Im Juni des vergangenen Jahres lag der Milchpreis bei 30 Cent. Dabei lag der Preisverfall bei 25 Prozent. Für die Kärntner Milchbetriebe bedeutete das im Schnitt 8.600 Euro weniger Umsatz. Der Grund dafür waren der Überproduktion in Europa und die verringerten Exportmengen nach China und das Russlandembargo. Heute liegt der Milchpreis bei 32 bis 33 Cent pro Kilogramm. "Die Situation ist nach wie vor bedenklich unsere kleinen Milchbetriebe sind noch nicht über dem Berg", so Agrarreferent Christian Benger. Vor dem Preisverfall wurden rund 40 Cent für einen Kilo Milch gezahlt. "Unsere Landwirte in den Berggebieten haben keine Alternative zur Milchwirtschaft. Für sie gilt: durchbeißen oder aufgeben. Aber unsere Bauern geben nicht auf", so Benger. In Kärnten liefern 2.100 Milchbetriebe 192.000 Tonnen Milch im Jahr. Rund 50 Prozent dieser Betriebe haben weniger als zehn Kühe.

Best-Bieter-Prinzips

Das Land hat über die Einführung des Best-Bieter-Prinzips indirekt versucht den Eigenbedarf an Milch im Land zu steigern. Öffentliche Einrichtungen, wie Krankenhäuser oder Pflegeheime müssen dadurch nicht mehr billigste Lebensmittel beschaffen. Sie könne nun zu heimischen Produkten, wie Milch, greifen. "Damit bleibt unser Steuergeld im Land, mit dem die öffentlichen Einrichtungen gesichert werden und die Familienbetriebe werden gesichert. Ich kann nur appellieren: Alle öffentliche Einrichtungen müssen heimische Milch kaufen", so Benger.
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