17.11.2017, 14:32 Uhr

Kärntens Fortbildner sind recht zufrieden

Robert Klinglmair befragte 210 Beschäftigte in Kärnten (Foto: KK)

Studie zeigt hohe Zufriedenheit in der Weiterbildungsbranche in Kärnten. Negative Tendenzen gibt es bei Selbstständigen.

KÄRNTEN. Im Auftrag der Arbeiterkammer erforschten Volkswirte die Lebenszufriedenheit von Beschäftigten in der Fortbildungsbranche. 210 in der Branche beschäftigte - Angestellte und Selbstständige - wurden befragt. Das Fazit: "Die Ergebnisse ist besser, als wir erwartet hätten", resümiert Robert Klinglmair, Volkswirt an der Universität Klagenfurt. Besonders bei den nicht Angestellten habe man durchwachsenere Ergebnisse erwartet.

Hohe Work-Life-Balance

Denn: Sowohl Angestellte als auch atypisch Beschäftige geben eine Lebenszufriedenheit von fast 80 Prozent an. Ein ähnliches Bild zeigt die Frage nach der Work-Life-Balance und den Zukunftsaussichten. Auch mit ihrer Gesundheit geben sich rund 90 Prozent der Befragten zufrieden.

Geringe soziale Absicherung

"Es gibt aber auch prekäre Tendenzen", sagt Klinglmair. Nämlich, wenn es um die soziale Absicherung geht. Zeigen sich 89 Prozent der Angestellten mit Versicherungen und Pensionsvorsorge zufrieden, gibt es bei den nicht angestellten das genau umgekehrte Bild. Klinglmair: "Rund 83 Prozent beurteilen die soziale Absicherung als schlecht oder sehr schlecht."

Zur Sache - Studie

  • Im Auftrag der Arbeiterkammer untersuchte die Uni Klagenfurt die Lebenszufriedenheit von Personen, die in der Fortbildung tätig (z.B. Wifi, BFI) sind.
  • 210 Personen - Angestellte und Selbstständige - haben die 54 Fragen beantwortet.
  • Bei beiden Gruppen zeigt sich eine hohe Lebenszufriedenheit mit rund 80 Prozent.
  • Auch die Zukunftsaussichten werden mit 90,7 (Angestellte) und 86,2 Prozent (Nicht Angestellte) hoch bewertet.
  • Bei der Gesundheit kommen beide Gruppen auf einen Wert von rund 90 Prozent.
  • Anders bei der sozialen Absicherung: "Wer von den nicht angestellten die Branche wechseln will, macht es wegen mangelnder Absicherung", so Robert Klinglmair.
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