07.11.2017, 14:43 Uhr

Geldanlage in Tirol: Sicherheit geht vor Risiko

Thomas Wass, Vorstand der Raiffeisen-Landesbank Tirol und Rainer Schnabl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. (Raiffeisen KAG) (Foto: Raiffeisen/Forcher)

Sicherheitsorientierte Veranlagung in Wertpapiere wird kaum genutzt und Bank-Berater sind die wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um Geldanlage geht.

TIROL. Die Tiroler Raiffeisenbanken wollten es wissen und befragten 203 erwerbstätige TirolerInnen im Alter von 20 bis 65 Jahren. Das Ergebnis: „Es zeigt sich, dass für die Tiroler die Sicherheit wichtiger ist als der Ertrag“, beschreibt RLB-Vorstand Thomas Wass die Lage. Nur 14 Prozent der Befragten stellen eine hohe Rendite über Sicherheit und Flexibilität. Aber: „Wer in den letzten Jahren sein Geld auf dem Sparbuch veranlagt hat, musste bei dem niedrigen Zinsniveau durch die Inflation eigentlich einen Wertverlust hinnehmen“, erklärt Wass.
Die Angst davor, das Ersparte wieder zu verlieren, überwiegt. Es ist zugleich auch der häufigste Grund dafür, warum Menschen Aktien, Anleihen und Fonds meiden. Dabei kann auch dort das Risiko minimiert werden. „Auch für sicherheitsorientierte Anleger gibt es attraktive Alternativen zum klassischen Sparbuch“, so Wass. Dies bestätigt auch Mag. Rainer Schnabl, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. (Raiffeisen KAG), die sich vor allem mit Veranlagungsfragen auseinandersetzt: „Unsere Kundinnen und Kunden – auch die Tirolerinnen und Tiroler – schätzen die Eigenschaften von Mischfonds wie die Raiffeisen-Kernfonds. Diese Fonds weisen unterschiedliche Ertrags-Risiko-Profile auf, was bedeutet, dass jedem Investor auf Basis seiner Risikoneigung ein adäquater Investmentfonds zur Verfügung steht.

Veranlagung auch mit kleinen Beträgen

Rund 40 Prozent der befragten Tirolerinnen und Tiroler legen weniger als 100,– Euro monatlich zur Seite. Zugleich ist es auch diese Gruppe, die besonders wenig auf besserverzinste Anlagemöglichkeiten setzt. „Viele Menschen sind der Meinung, dass sie mit nur 50,– Euro monatlich in keine sinnvolle Geldanlage investieren können“, so Wass. Diesen Eindruck bestätigt auch die GfK-Studie der RLB Tirol AG. „Ich habe dafür zu wenig Geld und kenne mich mit dem Thema nicht aus“, antwortet fast jeder Zweite. Doch auch mit geringeren Summen kann bereits problemlos in einen Fonds investiert werden.
Zudem sei das Modell Fondssparen besonders flexibel, so Schnabl: „Der Einzahlungsmodus kann der aktuellen persönlichen Lebenssituation angepasst werden. Konkret heißt das, dass die monatliche Einzahlung jederzeit erhöht, reduziert oder unterbrochen werden kann. Auch eine größere Zuzahlung ist zu jedem Zeitpunkt möglich.“ 

Trotz Internet als Informationsquelle zu jeder Zeit und überall ist für drei Viertel der Befragten in Sachen Geldanlage nach wie vor ihre Bank der wesentliche Ansprechpartner. „Wir erleben immer öfter, dass Kunden sich zuvor online erkundigen und dann bereits gut vorbereitet zum Berater kommen“, so Wass. Dies zeigt auch ganz deutlich, dass das Modell von Raiffeisen, nämlich nahe bei den Menschen in der Region zu sein, auch in Zukunft gefragt sein wird. Selbst die besonders Internetaffinen fragen schlussendlich noch bei der Bank nach. Das zeige vor allem auch das große Vertrauen in den persönlichen Berater und die Qualität der Beratung, ist Wass überzeugt.
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