13.09.2016, 10:00 Uhr

Junge Wirtschaft in Tirol optimistisch

Clemens Plank sieht die Gründungen in Tirol steigen.

Clemens Plank ist Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol. Wir baten ihn zum Interview.

Sie sind seit Jänner Chef der Jungen Wirtschaft Tirol. Gibt es bereits Erfolge unter Ihrem Vorsitz?
Clemens Plank: „Für Tirol haben wir ein spezielles Programm für Start-ups ins Leben gerufen, wo wir bis Ende 2016 innovative Gründungswillige abholen und mit einem maßgeschneiderten Programm begleiten.“

Eine Ihrer Forderungen ist die Streichung der Lohnnebenkosten für den ersten Mitarbeiter eines Unternehmens. Wie sieht es hier aus?
„Die Bundesregierung hat unsere Idee aufgegriffen und zugesagt, für die ersten drei Mitarbeiter die Lohnnebenkosten ab 2017 für das erste Jahr zu 100 Prozent zu streichen, im zweiten Jahr zu 66 Prozent und im dritten Jahr zu 33 Prozent. Allerdings gilt das nur für Start-ups und nicht für alle jungen Unternehmen. Hier muss die Regierung nachbessern.“

Wie sehen Sie die Stimmung bei den jungen UnternehmerInnen in Tirol generell?
„Die Gründungen steigen, grundsätzlich wagen sich viele ins Abenteuer Selbstständigkeit, die Stimmung ist gut. Und in Tirol gibt es viele sehr gute innovative Ideen. Nur die Bürokratie und Steuerlast drückt die Stimmung massiv. Ein Lichtblick: Die Regierung hat für den Herbst eine Entbürokratisierungsinitiative angekündigt. Nun muss die Regierung auch liefern.“

Wie sehen Sie die Digitalisierung der Unternehmen?
„Grundsätzlich sehr positiv und mit vielen Chancen behaftet, sowohl für bestehende als auch für neue Branchen. Und natürlich auch für neue Unternehmen, die Lösungen entwickeln, um anderen Unternehmen zu helfen, ihre Prozesse zu vereinfachen. Es werden viele neue Wertschöpfungspotentiale daraus erwachsen.“

Auch heuer vergibt die Junge Wirtschaft den Tiroler JungunternehmerInnenpreis. Was sind typische Siegeranforderungen?
„Es gibt eigentlich keine wirklichen Siegeranforderungen, das Hauptkriterium ist, man muss das Unternehmen binnen der letzten fünf Jahre gegründet haben und muss bewiesen haben, dass man sein Unternehmen erfolgreich am Markt positioniert hat. Und: Jeder kann einen erfolgreichen Jungunternehmer dazu animieren, sich für den Preis zu bewerben – also bitte weitersagen!“
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