19.01.2018, 11:06 Uhr

Grippezeit: Mehr Wochenend-Versorgung für kranke Kinder

In der Grippezeit brauchen mehr Kinder als üblich einen Arzt - Ärztekammer und Stadt Wien haben darauf reagiert. (Foto: MEV Verlag, Deutschland)

Bis Ende März halten drei niedergelassene Kassen-Kinderärzte in Wien am Wochenende geöffnet.

WIEN. Samstagfrüh und das Kind fiebert: Man möchte noch nicht ins Krankenhaus fahren, aber bis der Kinderarzt das nächste Mal offen hat, dauert es noch mehr als 48 Stunden. Weil gerade in der Grippezeit sehr viele Eltern in dieser oder einer ähnlichen Situation sind, weiten die Wiener Kinderärzte in Zusammenarbeit mit der Gebietskrankenkassa ihre Öffnungszeiten aus.

Ab sofort und bis Ende März werden wienweit drei niedergelassene Kinderärzte jeweils am Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 15 Uhr ihre Ordination öffnen. Das zusätzliche Wochenend-Angebot soll die erhöhte Nachfrage während der Grippe- und Erkältungszeit abdecken und die Spitalsambulanzen entlasten.

Die Adressen der diensthabenden Kinderärzte kann man online auf der Website der Ärztekammer abrufen. Neben diesem Zusatzangebot können natürlich nach wie der Ärztefunkdienst unter der Rufnummer 141 sowie die kostenlose Telefonische Gesundheitsberatung unter 1450  bei medizinischen Fragen weiterhelfen.

„Die medizinische Versorgung von Kindern an Wochenenden in Grippezeiten ist immer eine besondere Herausforderung für das Gesundheitssystem einer Stadt wie Wien“, so Gesundheitsstadträtin Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ). Die Stadt teilt sich die Kosten für das Zusatzangebot mit den Krankenversicherungsträgern. „Unsere Kolleginnen und Kollegen zeigen hier echten Einsatz und helfen, die ohnehin schon heillos überfüllten Spitalsambulanzen zu entlasten. Immerhin zeigt die Erfahrung, dass nur ein kleiner Prozentsatz akut erkrankter Kinder auch tatsächlich eine stationäre Behandlung benötigt", fügt Johannes Steinhart, Vizepräsident und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte der Ärztekammer für Wien, hinzu.

Kindernotdienst im AKH und Franz-Josef-Spital bleibt aufrecht

Neben den neuen Angeboten bleiben der KinderNotDienst (KiND) im AKH und dem Kaiser-Franz-Josef-Spital als Anlaufstelle für akut erkrankte Kinder weiterhin aufrecht. In beiden Spitälern ist den jeweiligen Kinder-Notfallambulanzen an Wochenenden und Feiertagen eine kinderärztliche Ordination vorgelagert. Die dort tätigen Ärzte entscheiden, ob die kleinen Patienten ambulant oder in der Notfallambulanz behandelt werden müssen. 
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