Neue Komödie der Theatergruppe Serfaus
Ein sympathischer Hallodri ordiniert in Serfaus

Theater Serfaus präsentiert noch bis voraussichtlich Ostern seine neueste Komödie "Hausbesuche sind auch Sprechstunden" im neu gestalteten Kultursaal von Serfaus.
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  • Theater Serfaus präsentiert noch bis voraussichtlich Ostern seine neueste Komödie "Hausbesuche sind auch Sprechstunden" im neu gestalteten Kultursaal von Serfaus.
  • Foto: Theater Serfaus
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SERFAUS. "Theater Serfaus" (vormals Heimatbühne Serfaus) präsentiert derzeit seine neueste Komödie "Hausbesuche sind auch Sprechstunden" im neu gestalteten Kultursaal von Serfaus.

"Hausbesuche sind auch Sprechstunden"

Seit kurzem ordiniert ein neuer Arzt in Serfaus. Sein Name: Dr. Albert Schnell. Fachlich steht ihm seine reizende und vor allem leicht reizbare (Halb)Schwester Agnes zur Seite. Er glänzt durch seine fundiertes Wissen über alternative Behandlungsmöglichkeiten und über französische Wundermittel. Sein Spezialgebiet sind aber defintiv die unzähligen Hausbesuche bei den vorzugsweise weiblichen Patientinnen. Doch auch Stammpatienten wie etwa der Hypochonder Paul Tölpel, der Pfarrer Gustav Schwarz oder die Baronin von Rabenstein suchen des Öfteren seine Praxis auf. Außerdem wurden auch ein Herr in gestreifter Kleidung, ein Duo mit Ost- Österreichischem Akzent und eine Unterwäschehändlerin mit besonderen Bedürfnissen in und um der Praxis im Kultursaal Serfaus gesehen.
Klingt alles irgendwie komisch? Das ist es auch! Es handelt sich hierbei nämlich um die neuste Komödie von "Theater Serfaus" (vormals Heimatbühne Serfaus).

Pointenreiche Arztkomödie in Serfaus

Der rote Faden an irrwitzigen Situationen und vielen Pointen ist dabei rasch erklärt: Zusammen mit seiner Halbschwester Agnes (Brigitte Hochenegger), betreibt Doktor Albert Schnell (Gabriel Althaler) eine kleine Arztpraxis auf dem Lande. Doch zu seinem Leidwesen, bleiben seit einiger Zeit immer mehr Patienten aus. Ein Gerücht macht im Ort die Runde, Albert wäre gar kein richtiger Arzt, im Ausland soll er Tierarzt gewesen sein. Davon lässt sich Albert aber nicht entmutigen, steht doch bald eine größere Erbschaft in Aussicht. Zum Glück hat er ja immer noch seine geliebten Hauspatientinnen und natürlich die letzten treuen „Stammpatienten“, wie Paul Tölpel (Markus Hochenegger), der bereit ist, für seine Gesundheit jeden Preis zu zahlen, dann eine etwas nymphomanisch veranlagte Textilhändlerin für Untertrikotagen Dolores Ambroselli (Petra Waldner) und den Gemeindepfarrer Gustav Schwarz (Tobias Lässer gibt hier sein Debüt). Sowie die Baronin Renate von Rabenstein (Waltraud Stecher), sie ist auch die Vorsitzende der Frauengruppe „Angriff ist besser als Verteidigung“. Also immer noch genügend Patienten, um sich bis zur großen Erbschaft über Wasser zu halten. Alles hätte so einfach seien können, noch drei Wochen, dann wäre die Erbschaft fällig und Albert alle Sorgen los. Doch dann bricht der Juwelendieb Anton Knack (Felix Thurnes), auf der Suche nach einer versteckten Beute in die Praxis ein, und löst damit ein wildes Durcheinander aus. Auch das Duo Steffi (Marlies Brejla) und ihr Onkel Max (Alexander Waldner) sorgen für viele Irrungen und Wirrungen.

"Endlich stehen wir wieder auf der Bühne!"

"Wir haben eine gefühlte Ewigkeit an dem Stück geprobt, eigentlich wollten wir schon im Herbst im Patschi Pub spielen!" erklärte der Obmann Daniel Schwarz. Der Umstand, dass es nun doch Winter geworden ist, ist aber nicht der Schwierigkeit des Stücks, sondern der Urlaubszeit im Sommer, den Umbausmaßnahmen im Kultursaal und der Verletzung inklusive Operation einer Spielerin geschuldet. Dennoch konnte die Theatergruppe nun pünktlich zu Beginn der Wintersaison Premiere im Kultursaal von Serfaus feiern. "Teilweise war die Motivation durch ein paar Rückschläge stark angekratzt, nichtsdestotrotz freuen wir uns nun endlich wieder voll motiviert auf der Bühne zu stehen!" so der Theaterobmann. Außerdem konnte heuer ein neuer Spieler für die Theatergruppe gewonnen werden, welcher natürlich auch sein Debüt im Stück gibt. Das Stück selber ist ein einziger Angriff auf die Lachmuskeln, welches Pointen im Minutentakt liefert. Die lange Probenzeit hat sich ausgezahlt: "Hausbesuche sind auch Sprechstunden" kann sich wahrlich sehen lassen.

Pointenreiches Lustspiel

Fazit: "Theater Serfaus" lässt es in Heinz-Jürgen Köhlers „Hausbesuche sind auch Sprechstunden“ richtig tscheppern und bietet ein pointenreiches Lustspiel in drei Akten samt vortrefflichem und leidenschaftlichen Einsatz der einzelnen Akteure.

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