Polizei klärte 1.389 Straftaten im Bezirk Landeck

Bezirkspolizeikommandant Werner Hauser (re.) und Stv. Enrico Gabl: "Landeck ist ein sicherer Bezirk."
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BEZIRK LANDECK (otko). Bei der Polizei wurden im Jahr 2017 im Bezirk Landeck insgesamt 3.593 Delikte registriert bzw. gelangten zur Anzeige. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein leichter Rückgang von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt konnten von den Beamten in den sieben Polizeiinspektionen 1.389 Delikte aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 2,6 Prozent gestiegen und liegt bei 38,7 Prozent.
"Wenngleich Einfluss organisierter Eigentumskriminalität – vornehmlich organisierte Eigentumskriminalität auch im Bezirk Landeck immer wieder spürbar ist, bleibt der Bezirk nach wie vor von Schwerkriminalität jeglicher Art in hohem Maße verschont und kann daher grundsätzlich als sehr sicherer Bezirk bezeichnet werden", betont Bezirkspolizeikommandant Werner Hauser. Zusammen mit Kriminalreferent Enrico Gabl legte er eine erfreuliche Kriminalitätsstatistik vor.

Ein sicherer Bezirk

Im Bereich der Einbruchskriminalität konnte das sehr niedrige Niveau vom letzten Jahr nicht gehalten werden. Erfreulicherweise mussten 2017 jedoch nur sieben Einbrüche in Wohnungen oder Wohnhäusern verzeichnet werden. "Die Steigerung ergibt sich vorwiegend aus einer größeren Anzahl von Fahrzeugeinbrüchen. Hier wird vom Bezirkspolizeikommando Landeck darauf hingewiesen, dass Wertgegenstände nicht sichtbar im Fahrzeug verwahrt werden sollten", so Hauser und Gabl. In den Jahren 2005 bis 2009 gab es noch ca. 140 Delikte im Jahresschnitt, 2010 wurde mit 96 Straftaten erstmals die Hunderter-Marke unterschritten. 2017 wurden 114 Delikte (2016: 91 Delikte) verzeichnet.
Bei den angezeigten Sachbeschädigungen ergab sich mit 231 Delikten (2016: 252 Delikte)  im letzten Jahr ein leichter Rückgang. Bestimmte Deliktsformen (z.B. Vandalismus) sind nicht auffällig.

Dauerbrenner Skidiebstähle

Das Thema Skidiebstähle beeinflusst nach wie vor die Aufklärungsquote negativ. 999 Delikte wurden 2017 aktenkundig – 2016 waren es noch 1.063. Die Anfallszahlen beim Diebstahl von Ski/Snowboard/Zubehör sind auch im vergangenen Jahr weiter rückläufig. "Trotzdem haben diese Massendelikte in unserem Bezirk, wobei die Klassifizierung zwischen tatsächlichen Diebstählen, Versicherungsbetrugshandlungen und ganz einfach vielfach Verwechslungen sehr schwierig ist, nach wie vor aufgrund der sehr hohen Anfallszahlen einen sehr negativen Einfluss auf die gesamte Kriminalstatistik", so Hauser.
Die gleichbleibend hohen Anfallszahlen mit 914 Delikten (2016: 911 Delikte) bei der Gruppe „Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben“ sind auf nach wie vor hohe Anfallszahlen bei Ski-Kollisionsunfällen und Alpinunfällen zurückzuführen.

Mehr Körperverletzungen und Cybercrime

Bei den vorsätzlichen Gewaltdelikten – bei den Körperverletzungen nach §§ 83/84 StGB konnte das ausgesprochen niedrige Ergebnis des Vorjahres nicht gehalten werden (2017: 201 Delikte).
Während herkömmliche Betrugsdelikte (2017: 108 Delikte) eher rückläufig sind, ist beim Missbrauch von elektronischen Medien für Betrugshandlungen (Cybercrime) eine starke Steigerung von 39 auf 51 Delikte zu verzeichnen.
Die Anfallszahlen bei der Deliktgruppe „Strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung“ sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken (2017: 18 Delikte).
Bei der Deliktsgruppe „Strafbare Handlungen gegen die Sicherheit des Geldverkehrs“ – zumeist Besitz/Weitergabe gefälschter Banknoten sind die Anfallszahlen im vergangenen Jahr mit 101 Delikten (2016: 106 Delikte) leicht rückläufig. "Vielfach werden derartige Delikte erst bei der automationsunterstützten Prüfung der Banknoten in den Geldinstituten bekannt, weshalb hier die Ermittlungstätigkeit der Polizei sehr erschwert ist", erklärt der Bezirkspolizeikommandant.

Mehr Suchtmitteldelikte

Die angezeigten Suchtmitteldelikte sind im Bezirk Landeck im Vergleich zum Vorjahr steigend. Wurden 2016 234 Delikte angezeigt, so waren es 2017 257 Delikte. "Die hier nach wie vor recht hohen Anfallszahlen sind im Hinblick auf den tatsächlichen Suchtmittelkonsum nur bedingt aussagekräftig, vielmehr handelt es sich hier um das Ergebnis konsequenter und erfolgreicher Arbeit der spezialisierten Ermittlungsbeamten der Polizeiinspektionen", resümieren Hauser und Gabl.

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