GKI: Auch Schweizer Behörde erstellt positiven Bescheid

OBERGRICHT. Nachdem am 12. Juli 2010 die Tiroler Landesregierung den positiven Genehmigungsbescheid erster Instanz für das Kraftwerksprojekt GKI ausgestellt hat, geben nun auch die Behörden in der Schweiz grünes Licht: Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in Bern hat die Konzession zur Nutzung der Wasserkraft des Inns sowie die Baubewilligung für das Kraftwerksprojekt GKI erteilt.

GKI: Vorzeigeprojekt im Alpenraum
„Ein Meilenstein ist erreicht! Die erteilten Genehmigungen geben natürlich Anlass zu großer Freude“, stellt Dir. Peter Molinari, Schweizer Geschäftsführer der Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH, zufrieden fest. „Ich bin überzeugt, dass das GKI zu einem energiewirtschaftlichen und ökologischen Vorzeigeprojekt im Alpenraum wird. Die Bedeutung der erteilen Genehmigungen haben aber noch keine unmittelbare Auswirkung“, so Molinari. In der Schweiz kann noch innerhalb von 30 Tagen gegen die Bewilligungsverfügung Beschwerde eingereicht werden. Und in Österreich wurde der positive erstinstanzliche Bescheid des Landes Tirol beim Umweltsenat in Wien beeinsprucht. „Nach einer so intensiven und ausführlichen Überprüfung durch zwei Behörden und den nun vorliegenden positiven Bescheiden der ersten Instanzen beider Staaten gehen wir natürlich davon aus, dass auch der Umweltsenat in Österreich schließlich zu einem positiven Ergebnis kommen wird“, ist GKI Geschäftsführer DI Peter Weiskopf überzeugt.

Der weitere Zeitplan
Die gestern vom UVEK erteile schweizerische Konzession und Baubewilligung tritt endgültig in Kraft, sobald die Regierungen beider Staaten ihre positiven Bescheide miteinander abgestimmt haben. Aus derzeitiger Sicht ist damit im Herbst 2011 zu rechnen und der Baubeschluss könnte dann Anfang 2012 gefällt werden. „Die Inbetriebnahme der nachhaltigen Wasserkraftanlage mit einem Investitionsvolumen von rund 410 Millionen Euro könnte dann Ende 2015 erfolgen“, zeigt sich Geschäftsführer DI Peter Loidl erfreut.

Gemeinschaftskraftwerk Inn – Ein Projekt mit vielen Vorteilen

Das GKI ist ein ökologisches Kraftwerksprojekt und verfügt über zahlreiche wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftspolitische Vorteile:

• GKI ist ein Laufkraftwerk und erzeugt durchschnittlich 414 Millionen Kilowattstunden sauberen, CO2-neutralen Bandstrom

• Mit dieser Leistung können rund 90.000 Haushalte mit heimischem umweltfreundlichen Strom versorgt werden

• Einsparung im Vergleich zu einem kalorischen Kraftwerk von 322.000 t/a CO2 ,180 t/a Stickoxide, 168 t/a Schwefeldioxid, 8 t/a Staub

• Wegfall des Schwalls in den Gemeinden Nauders, Pfunds, Tösens, Serfaus und Ried

• Verbesserung der ökologischen Situation und der Qualität des Natur- und Lebensraumes Inn

• Signifikante Verbesserung der Fischereimöglichkeiten entlang der zukünftigen Restwasserstrecke

• Annäherung des Inns an einen naturnahen Zustand entlang der zukünftigen Restwasserstrecke

• Dynamisches Restwassermodell führt zur Zielerreichung der Wasserrahmenrichtlinie

• mindestens 410 Mio. € fließen in die österreichisch Wirtschaft, davon rund 1/3 nach Tirol

• Ein erfolgsabhängiger Partnervertrag auf Bestandsdauer soll der Region jährliche Zahlungen garantieren

Autor:

Peter Schütz aus Landeck

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