26.07.2017, 13:33 Uhr

TIWAG: Spezialtaucher inspizieren Gepatsch-Speichersee

Die Vorbereitungen für die zweite Phase der Instandhaltungsarbeiten am Speichersee Gepatsch laufen auf Hochtouren: TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina mit Rik Zwinkels (li.) von der holländischen Tauchfirma (li.) und TIWAG-Projektleiter Bernhard Hofer inspizieren die Baustelle.

Die von der Behörde vorgeschriebenen Instandhaltungsmaßnahmen beim Speichersee Gepatsch (Kraftwerk Kaunertal) gehen in die nächste Phase.

KAUNERTAL. Erst im letzten Jahr hat die TIWAG umfangreiche Arbeiten bei den nicht einsehbaren Teile des Dammes, der Speicherhänge sowie der baulichen Betriebseinrichtungen durchgeführt und dafür vorübergehend den Wasserstand abgesenkt. Seit Ende Mai 2016 ist das TIWAG-Kraftwerk mit dem größten Speicher wieder in Vollbetrieb.
„Die noch ausstehenden Bauarbeiten und Inspektionen werden jetzt von August bis Ende November unter Wasser durchgeführt. Dabei kommen holländische Spezialtaucher zum Einsatz, die in rund 100 Meter Tiefe bei extremen Druck-, Temperatur- und Sichtverhältnissen die notwendigen Arbeiten ausführen werden“, informierte der TIWAG-Vorstandsdirektor, Johann Herdina, bei einem Lokalaugenschein am Gepatschspeicher.

Unterwasserstation am Gepatsch-Speichersee

Dort wurden in den letzten Wochen mehrere Plattformen auf der Oberfläche des Speichersees installiert, eine ist mit einer Kapsel am Boden verbunden. „Die Unterwasserstation ist die Versorgungsbasis für die Taucher. Von dort aus werden die Arbeiten in jeweils drei Acht-Stunden-Schichten rund um die Uhr ausgeführt. Die Taucher sind in Summe 21 Tage unter Wasser, anschließend kommt ein neues Team zum Einsatz“, weiß Berater und Baustellenkoordinator Christian Otter.
Konkret müssen direkt an den Einlaufbauwerken zum Druckstollen, welcher zum Krafthaus in Prutz führt, sowie am Grundablassbauwerk neue Betonbauwerke errichtet sowie Stahlbauteile montiert werden. Die Taucher werden dabei über die Oberflächenmannschaft geleitet.
„Bei den eingesetzten Tauchern handelt es sich um absolute Spezialisten, die bei Öl-Plattformen oder zuletzt bei der Erweiterung des Suezkanals zum Einsatz kommen“, weiß Otter. Die Sicherheitsvorkehrungen entsprechen den höchsten Standards. Die Anlage ist mit einer eigenen Stromversorgung ausgestattet. Für den Notfall sind das Arbeitsmedizinische Zentrum in Hall sowie das Druckkammerzentrum im Klinikum Traunstein in Rufbereitschaft.
Bis Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „In Summe investiert die TIWAG im Rahmen dieser Instandhaltungsmaßnahmen rund 14,5 Mio. Euro“, betont Vorstandsdirektor Herdina.
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