05.12.2017, 09:10 Uhr

TVB TirolWest forciert Radwegausbau

Erfolgreiche Bilanz: Thomas Radlbeck,, Obmann Konrad Geiger, AR-Vorsitzende Birgit Bouvier, GF Simone Zangerl und Andreas Grüner (v.l.).

Ferienregion verzeichnete Nächtigungsplus. Ausbau der Radwege im Talkessel soll Schritt für Schritt umgesetzt werden.

LANDECK (otko). Der TVB TirolWest blickte vergangenen Donnerstag bei der Vollversammlung im Schloss Landeck auf ein durchaus erfolgreiches Jahr zurück. Personell gab es im heurigen Jahr aber einige Veränderungen. "Nach dem überraschenden Wechsel von Geschäftsführerin Andrea Weber konnten wir mit Mag. Simone Zangerl eine hausinterne Nachbesetzung machen. Wir haben hier einen guten Griff gemacht", lobte Obmann Konrad Geiger. Auch im Aufsichtsrat gab durch den Hotelverkauf des bisherigen Vorsitzenden, Dr. Christoph Völk, Rochaden. Die Zammer Hotelierin Birgit Bouvier wurde zur neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt, ihr Stellvertreter ist der Obmann der Leistungsgemeinschaft Mathias Weinseisen. Walter Hofstätter aus Fließ rückte in den Aufsichtsrat nach.

Bettenzahl gestiegen

Insgesamt erzielte die Ferienregion 258.874 Nächtigungen (2016: 257.622 Nächtigungen), was ein Plus von 2,9 Prozent bedeutet. Zudem stiegen auch die Ankünfte von 85.876 (2016) auf 86.593. Nach einem deutlichen Rückgang aufgrund der Schließung eines Hotels sind die Bettenzahlen wieder gestiegen. 2017 gab es mit 2.046 um 49 Betten mehr als im Jahr davor. "Wir haben ein Plus bei den Nächtigungen und bei den Ankünften. Derzeit boomen die Ferienwohnungen. Unser Hauptmarkt bleibt nach wie vor Deutschland, obwohl wir zum Beispiel 2017 auch viele neuen Gäste aus Polen dazu gewinnen konnten", bilanzierte GF Zangerl. Nach wie vor Top ist die Region bei der Auslastung. Hier gab es laut der TVB-Geschäftsführerin 127,45 Vollbelegungstage.
Auch ein Relaunch der Homepage steht an, wobei dabei besonders der Folus auf die Darstellung für die mobilen Geräte liegt. "Wir setzten auf schnellere Ladezeit und auf mehr emotionale Bilder", unterstreicht Zangerl. Auch bei den Druckkosten für Prospekte soll gespart und mehr auf Online gesetzt werden. Zudem darf der TVB jetzt auch Lehrlinge ausbilden.

Start für Umsetzung

Für das Jahr 2018 steht die Umsetzung von etlichen Projekten auf der Tagesordnung. "Unser Hauptprojekt ist der Radweg im Talkessel mit der Anbindung des Oberen Gerichts bzw. des Stanzertals/Paznaun. Mit dem Gemeinden haben wir uns drauf geeinigt, dass der TVB die Projektträgerschaft für den neuen Radweg macht. Es braucht aber noch weitere infrastrukturelle Maßnahmen durch die Gemeinden", informierte Obmann Geiger. 2018 soll der erste Abschnitt durch die Gemeinde Zams vom Klärwerk bis zum Recyclinghof umgesetzt werden. Als zweiter Abschnitt sei die Anbindung des Bahnhofes und der Malserstraße prioritär.  "Die Stadtgemeinde prüft dies derzeit in ihren Gremien und es liegt an der Stadt die richtigen Weichen zu stellen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir step by step die weiteren Abschnitte umsetzen können", so Geiger.
Neben dem Starkenberger Panoramaweg (hängt aber vom Partner Imst Tourismus ab) soll auch ein neuer Klettersteig beim Lochputz umgesetzt werden. Auch in die Betreuung der Wanderweg wird verstärkt investiert. "Der TVB ist künftig dafür zuständig und wir stellen ab Frühjahr erstmals zwei Arbeiter für die Betreuung an. Ziel ist es für alle Wanderwege in der Region das Gütesiegel zu bekommen", betonte der Obmann.
Finanziell ist der TVB TirolWest laut Kassier Andreas Grüner jedenfalls dazu in der Lage: Laut der Jahresrechnung 2016 wurde ein Überschuss von 57.697,17 Euro erwirtschaftet und auf dem Kapitalkonto liegen 1.458.685,99 Euro, wovon 719.982,69 Euro zweckgebunden sind.


Realisierbarkeit prüfen

Hotelier Chraly Graber lobte das Radwegkonzept und erwartet sich mit der Umsetzung einen "großen Wurf". Bgm. Wofgang Jörg verwies auf die gute Gesprächsbasis, aber es auch schwierig, das Radwegkonzept im Stadtbereich umzusetzen. "Die vorliegenden Planungen werden evaluiert und ein Kompromissvorschlag durch ein externes Planungsbüro erarbeitet. Besonderes Augenmerk muss aber auf die Auswirkungen auf das Gemeindestraßennetz und das Stadt- und Ortsbild sowie die technische und finanzielle Realisierbarkeit gelegt werden", erläuterte der Stadtchef. Planer Günter Kramrascik erinnerte aber daran, dass es 60 Prozent Förderung gibt. "Ich habe hier keinen Blödsinn gezeichnet, der nicht umsetzbar ist. Wir müssen Gas geben sonst verfällt die Förderung bis 2020."
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