Neue Aufgabe
Stadtpfarrer Kranicki schlägt ein neues Kapitel auf
- „Ich bin überzeugt, dass dieses Studium meinen Horizont erweitern und meine seelsorgliche Arbeit bereichern wird", so Kranicki.
- Foto: Privat
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Ab Herbst studiert Stadtpfarrer Christoph Kranicki in Graz. Die neue Aufgabe bedeutet jedoch keinen Abschied von Wolfsberg: Kranicki bleibt der Pfarre erhalten und möchte die im Studium gewonnenen Erkenntnisse künftig in seine seelsorgliche Arbeit einbringen.
WOLFSBERG. Christoph Kranicki wurde 1985 in Polen geboren und studierte Katholische Theologie in Lublin. Nach seiner Priesterweihe im Klagenfurter Dom im Jahr 2015 kam er als Kaplan nach Wolfsberg. Seit 2018 wirkt er als Provisor, seit 2022 als Stadtpfarrer. In seiner bisherigen Amtszeit wurden unter anderem die Wolfsberger Gruft (2021) und die Markuskirche (2022) generalsaniert. Zudem initiierte er das Fest der Barmherzigkeit "Ocean of Mercy“, begleitet die Berufungspastoral der Diözese Gurk und ist Geistlicher Begleiter des WAC. Ab Herbst beginnt für den Stadtpfarrer nun ein weiterer Lebensabschnitt: Er nimmt ein Studium am Institut für Ethik und Gesellschaftslehre in Graz auf. Der Entschluss dazu ist eng mit seiner priesterlichen Berufung verbunden. "Als Priester verspricht man bei der Weihe dem Bischof Ehrfurcht und Gehorsam“, erklärt Kranicki. In einem persönlichen Gespräch habe ihn Bischof Dr. Josef Marketz gebeten, diese Weiterbildung aufzunehmen. "Ich sehe diese Entsendung als Auftrag und zugleich als große Chance, mich zum Wohl der Kirche und der Menschen weiterzubilden“, sagt der Stadtpfarrer.
Neue Perspektiven mit 40 Jahren
Mit 40 Jahren noch einmal ein Studium zu beginnen, empfindet Kranicki nicht als Herausforderung, sondern als Bereicherung. "Ich empfinde alles, was mich dabei erwartet, als Geschenk“, betont er. Besonders freue er sich darauf, neue Erkenntnisse zu gewinnen, seinen Horizont zu erweitern und sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln.
Ethik als Orientierung
Das Studium am Institut für Ethik und Gesellschaftslehre beschäftigt sich mit Fragen, die gerade in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Kranicki nennt dabei unter anderem den Umgang mit Künstlicher Intelligenz, Bioethik, den Lebensschutz und die Frage nach der Menschenwürde. "Die Würde jeder Person muss auch in einer zunehmend digitalisierten Welt im Mittelpunkt stehen“, ist der Stadtpfarrer überzeugt. Es ist bereits sein zweites Doktoratsstudium. Sein erstes schloss er 2013 im Fach Literaturwissenschaft ab.
Wolfsberg bleibt sein Mittelpunkt
Eine Sorge möchte Christoph Kranicki gleich ausräumen: Das Studium bedeutet keinen Abschied von Wolfsberg. "Ich bleibe Stadtpfarrer von Wolfsberg“, stellt er klar. Lediglich der Alltag werde sich etwas verändern. Den Religionsunterricht an der Volksschule hat er abgegeben, an zwei Tagen pro Woche wird er für das Studium in Graz sein. Neue fixe Sprechstunden am Montag und Freitag sollen die Erreichbarkeit weiterhin sicherstellen. "Dank meines großartigen Teams und unseres bestens funktionierenden Pfarrsekretariats bin ich zuversichtlich, dass sich Studium und Pfarralltag gut miteinander vereinbaren lassen“, sagt Kranicki.
Positive Reaktionen aus der Pfarre
Die Reaktionen aus der Pfarrgemeinde seien durchwegs positiv gewesen. Viele Menschen hätten sich mit ihm über diese Möglichkeit gefreut und würden das Studium als Investition in die Zukunft der pastoralen Arbeit sehen. Gleichzeitig habe es auch die Sorge gegeben, dass er Wolfsberg verlassen könnte. Diese könne er jedoch klar entkräften: "Das Studium verstehe ich als Möglichkeit, der Kirche und insbesondere unserer Pfarre noch kompetenter und verantwortungsvoller dienen zu können.“ Mit dem Studium in Graz beginnt für Kranicki ein neuer Abschnitt. Für ihn steht dabei jedoch nicht der persönliche Fortschritt im Vordergrund, sondern der Dienst an den Menschen und der Kirche. Weiterbildung versteht er als Chance, den Herausforderungen der Zeit mit Offenheit, Verantwortung und einem klaren ethischen Kompass zu begegnen. Die gewonnenen Erkenntnisse möchte er künftig in seine seelsorgliche Arbeit einbringen und so den Menschen in Wolfsberg auch weiterhin kompetent und verantwortungsvoll zur Seite stehen.
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