Handelskai
Breite Front gegen Garagenbau

Am Handelskai 138–150:  Peter Lehner und Gerhard Kohlmaier (v.l.) wollen mit ihrer Bürgerinitiative den Bau der Hochgaragen verhindern.
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  • hochgeladen von Sabine Krammer

Leopoldstädter wehren sich gegen die geplante Hochgarage der Pensionsversicherungsanstalt am Handelskai.

LEOPOLDSTADT. Eine neue Hochgarage mit 442 Stellplätzen will die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) am Handelskai 138–150 errichten. Bei den Anrainern lässt das Projekt die Wogen hochgehen. Denn auf dem Grundstück befindet sich eine große Grünfläche, die zur Gänze weichen soll.

In der Bezirksvertretungssitzung sprachen sich auch die Bezirksparteien mittels einstimmigem Beschluss gegen den geplanten Bau aus.

Petition und Bürgerinitiative

„Eine Petition gegen das Projekt liegt in der Bezirksvorstehung auf", so Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger. Man befürchte zunehmenden Verkehr, eine Zerstörung des städtebaulichen Bildes und eine Beeinträchtigung des Klimaschutzes.

Die Bürgerinitiative „Lebensraum gegen Verkehrsstau“ hat sich rund um Peter Lehner und Gerhard Kohlmaier 2017 gebildet. Mit Kundgebungen will man auf die Zerstörung des Grünraums in den Wohngebieten und auf die Nichtbeachtung der Bezirksinteressen aufmerksam machen.

Nun hat sich die Bürgerinitiative auch des Kampfes gegen das PVA-Projekt angenommen. „In einem Abstand von nur 40 Metern befindet sich über dem Handelskai ein großzügiges Parkareal“, so Kohlmaier. Eine gesicherte Kreuzung mit Ampel und Zebrastreifen garantiere das einfache Queren bis zum Parkplatz. Eine erneute Kundgebung vor Ort gibt „Lebensraum gegen Verkehrsstau“ am Dienstag, 23. Oktober.

Unterstützt wird die Bürgerinitiative auch von der Leopoldstadt. Mit einem Rodungsverbot und einem Verbot der Zufahrtsmöglichkeit könnte man dem Bau einer Hochgarage aktiv entgegenwirken, sind sich Lehner und Kohlmaier einig. Uschi Lichtenegger wünscht sich eine nachhaltige Lösung sowohl im Interesse der PVA als auch der Bürger der Leopoldstadt. Deshalb lud sie nun die Verantwortlichen der PVA zu einem Informations- und Klärungsgespräch ein.

Baubeginn unklar

Nichtsdestotrotz wurde bereits der Vertrag für die Errichtung der Hochgarage unterzeichnet. „Gebaut wird auf einem Grundstück der PVA. Der Bau entspricht der derzeit gültigen Bauordnung und der Flächenwidmung“, erklärt Markus Stradner, PVA-Pressesprecher. Die aktuelle Parkplatzsituation rund um die PVA und die bestehende Garage mit 800 Stellplätzen sei für die 2.000 Mitarbeiter, die Kunden und die Rehabilitationspatienten nicht ausreichend. Kosten solle die neue Hochgarage rund 5,25 Millionen Euro. Wann es zur Umsetzung kommt, ist aber noch offen. Zuerst stehe die Generalsanierung der Haupt- und Landesstelle an.

„Erst nach Abschluss der Planungsarbeiten für die Hauptstelle können weitere Informationen erfolgen. Dafür ist derzeit kein Zeithorizont abschätzbar“, so Stradner. Die Garage sei ein Teil der Sanierungsarbeiten und werde in einem Gesamtkonzept neu überdacht werden.

Am Handelskai 138–150:  Peter Lehner und Gerhard Kohlmaier (v.l.) wollen mit ihrer Bürgerinitiative den Bau der Hochgaragen verhindern.
Am Handelskai 138–150: Peter Lehner und Gerhard Kohlmaier (v.l.) wollen mit ihrer Bürgerinitiative den Bau der Hochgaragen verhindern.

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