Barrierefreiheit
Kommt Asphalt statt Kiesel am Donaukanal im 2. Bezirk?
- Der Leopoldstädter Christian Bauer genießt die Spaziergänge entlang des Donaukanals – allerdings hat er Verbesserungsvorschläge.
- Foto: Wolfgang Unger
- hochgeladen von Kathrin Klemm
Einsatz für Barrierefreiheit: Leopoldstadter plädiert für Asphalt am Uferweg des Donaukanals. Aber was sagen Stadt und Bezirk dazu?
WIEN/LEOPOLDSTADT. Wenn Christian Bauer von seinem Zuhause in der Böcklinstraße in die Stadt flanieren will, dann hat er eine schöne Strecke vor sich. Entlang des Donaukanals geht es durchs Grüne, bevor er die Grenze zum ersten Bezirk überschreitet.
Dabei störte ihn, dass man auf Höhe der Josef-Gall-Gasse auf den engen Gehsteig entlang der Schüttelstraße ausweichen musste. Hartnäckig setzte sich Bauer für einen durchgehenden Weg entlang des Donaukanals ein – mit Erfolg. Der Lückenschluss kam 2020 – die BezirksZeitung berichtete:
Nun weist der Leopoldstädter erneut auf etwas hin. "Leider wurde verabsäumt, auch das unbefestigte Teilstück bis zur Einmündung in den breiten, von der Laufbergergasse kommenden Asphaltweg zu asphaltieren." Dabei bezieht er sich auf die Emilie-Turecek-Promenade.
Ist eine Lösung in Sicht?
"Leute mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen sind sehr beeinträchtigt in ihrem Fortkommen auf diesem Wegstück", stellt Bauer fest. Auch ihm gehe es so, wenn er mit seinem Enkelkind im Kinderwagen unterwegs ist. "Es sollte doch nicht allzu viel kosten, diesen Wegabschnitt auch mit einer Asphaltdecke zu versehen", meint der Anrainer.
- Dieser Teil des Uferwegs am Donaukanal ist nicht asphaltiert. Dies beeinträchtig insbesondere Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen.
- Foto: Christian Bauer
- hochgeladen von Kathrin Klemm
Aber was sagen die zuständigen Fachdienststellen zu diesem Anliegen? Die BezirksZeitung hat nachgefragt. Dabei scheint es, als würden sich diese die Verantwortung gegenseitig zuschieben. Zunächst hieß es von der MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau, dass sie nicht für den betreffenden Uferweg zuständig sei. Die BezirksZeitung wurde an die Viadonau (die Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft) weiterverwiesen.
Die Tochtergesellschaft des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie ließ dann wissen, dass man den Lückenschluss bereits abgeschlossen hat. "Während dieser neue Wegabschnitt bereits im Sinne einer erleichterten Nutzung zum Beispiel für Rollstuhlfahrer gestaltet wurde, verblieb der westlich anschließende und bestehende Weg im ursprünglichen Zustand", so ein Sprecher der Viadonau.
Eine Asphaltierung der Emilie-Turecek-Promenade sei nicht Teil des Projektes gewesen. "Die Zuständigkeit für den nicht asphaltierten Wegabschnitt liegt bei der MA 42", informiert die Viadonau. Das Anliegen will man nun an die Wiener Stadtgärten herantragen.
Ob und wann etwas passiert, wird offengelassen. Licht ins Dunkel bringt aber die Bezirksvorstehung nach Absprache mit den Fachdienststellen: Den Wegabschnitt habe man nicht asphaltiert, um eine zu starke Versiegelung zu verhindern. "Es ist derzeit auch nicht geplant, das Teilstück zu asphaltieren."
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