Menschen im Gespräch
"Klar gegen Hasspostings positionieren"

Florence Makia vom Verein Black Community OÖ, dessen Projekt "Womanpower" einer der Siege beim Bank Austria Sozialpreis war.
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  • Florence Makia vom Verein Black Community OÖ, dessen Projekt "Womanpower" einer der Siege beim Bank Austria Sozialpreis war.
  • Foto: Black Community OÖ
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Wir haben Astrid Wintersberger und Florence Makia vom Verein Black Community OÖ gefragt, ob sie sich auf der Straße fürchten müssen und warum "Black Lives Matter" auch in Linz einer Auseinandersetzung bedarf.

LINZ. Die frauenspezifische Beratungsarbeit des Vereins Black Community OÖ unter dem Titel "Womanpower" wurde beim Bank Austria Sozialpreis ausgezeichnet. Das Angebot des Linzer Vereins reicht vom Deutschkurs, über Beratung bei Diskrimierungsfragen bis hin zum Bewerbungstraining. Die StadtRundschau bat Projektleiterin Astrid Wintersberger und Mitarbeiterin Florence Makia zum gemeinsamen Interview.

Gratulation – was bedeutet der Preis für sie?
Florence Makia & Astrid Wintersberger:
Zuerst möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Unterstützern bedanken, die so fleißig für das Projekt gestimmt haben. Wir denken, der Preis zeigt unter anderem die Wichtigkeit und auch den Erfolg des Projektes, welches von afrikanischen Frauen initiiert und durchgeführt wird. Es zeigt auch, wie wichtig das Angebot einer kultursensiblen Beratung ist.


"Sind uns der Gefahr draußen bewusst"

Wie hat sich "Black Lives Matter" auf ihre Arbeit und auf die Community ausgewirkt?
„Black Lives Matter“ hatte insofern Einfluss auf die Arbeit, da dem Thema Rassismus in der Öffentlichkeit mehr Beachtung geschenkt wurde. Es wurde deutlich, wie sehr diese Angelegenheit, nicht nur in den USA, sondern hier bei uns einer Auseinandersetzung bedarf.

Wie sicher fühlen sich Women of Color in Linz im Alltag?
Schwarze Frauen haben kein Problem damit ihre alltäglichen Aktivitäten in der Stadt zu erledigen. Sie sind sich der Gefahr draußen bewusst. Unsere Treffen gehen mit genügend sozialer Distanzierung weiter.

Mit welchen Anliegen kommen Frauen am häufigsten zur Beratungsstelle?
Die Themen in der Beratung reichen von Erziehung und Partnerschaft bis hin zu Ausbildung und Beruf. Oft ist Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen oder Behördengängen gefragt. Das Beratungsangebot ist somit nicht nur auf die Räumlichkeiten der Black Community OÖ beschränkt.

"Klar gegen Hass-Postings positionieren"

Die Organisation für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, ZARA, berichtet von einem starken Anstieg von Hassbotschaften im Internet. Wie reagiert ihr darauf?
Zum Glück sind wir davon bis jetzt weitestgehend verschont geblieben. Manche Postings sollte man nicht einfach unkommentiert stehen lassen, sondern sich ganz klar dagegen positionieren und Gegenargumente bringen. Andere Postings sollte man einfach löschen oder auch melden.

Welche Folgen hat Corona für die Beratungsstelle?
Es ist schon merklich, dass zurzeit weniger Menschen in die Beratung kommen. Das heißt aber nicht, dass der Bedarf an Beratung nicht besteht – viele haben ganz einfach Angst, vor die Tür zu gehen. Umso wichtiger ist es, den Menschen zu vermitteln, dass wir trotzdem für sie und für ihre Anliegen jederzeit erreichbar sind.

Zur Sache

Die Beratungsstelle der Black Community in der Schillestraße ist Montag und Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Mittwoch von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Telefonisch ist die Beratungsstelle unter 0732/600461 erreichbar. Eine Online-Beratung ist via E-Mail office@black-community-ooe.at möglich.

Florence Makia vom Verein Black Community OÖ, dessen Projekt "Womanpower" einer der Siege beim Bank Austria Sozialpreis war.
Womenpower-Projektleiterin Astrid Wintersberger bieten Hilfe zur Selbsthilfe.

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