Gemeinderat Linz
FPÖ will wissen, wieviele Muslime in Linz leben
- Die Linzer FPÖ möchte die Moscheen genauer unter die Lupe nehmen.
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Die FPÖ will gegen Radikalisierung, Islamismus und "Parallelgesellschaften" in Linz vorgehen. Zuvor soll aber eine Moscheenstudie die Lage ergebnisoffen untersuchen.
LINZ. Die FPÖ will die muslimischen Communities in Linz genauer unter die Lupe nehmen. Deshalb beantragt sie in der heutigen Gemeinderatssitzung eine Moscheenstudie nach Grazer Vorbild durchzuführen. Dort hat der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) die örtlichen Moscheen untersucht. Das Ergebnis zeige, dass sich ein Teil der islamischen Gebetshäuser aktiv von der Gesellschaft abschotten würde. In Predigten werde explizit dazu aufgerufen, sich nicht in die österreichische Gesellschaft zu integrieren. Nun wollen Vizebürgermeister Markus Hein und Stadtrat Michael Raml herausfinden, ob es in Linzer Moscheen ähnliche Probleme gibt.
"Keimzellen der Radikalisierung"
Die Situation sei unübersichtlich. So wisse man zum Beispiel nicht, wie viele Linzer muslimischen Glaubens es überhaupt gibt. Zuletzt wurde das bei der Volkszählung 2001 abgefragt. Ähnlich ist das bei den Gebetshäusern: Neben den vier offiziellen Moscheen gebe es in Linz eine Reihe "verdeckt operierender" Moscheen, sogenannte "Hinterhofmoscheen". Diese stünden laut Hein und Raml im Verdacht, "Keimzellen der Radikalisierung" zu sein. Die Schlussfolgerung, den inoffiziellen Gebetshäusern zu begegnen, in dem man weitere offizielle Moscheen ermöglicht, teilen die beiden FPÖ-Politiker jedoch nicht. Erst kürzlich hat Hein die Gründung einer neuen Moschee samt Imamschule in der Lunzerstraße verhindert. Wo österreichische Imame stattdessen ausgebildet werden sollen, bleibt unklar. Der FPÖ gehe es darum "eine Ausbreitung des Islams einzudämmen".
Präventivmaßnahmen nach Studienergebnis
Auch was mögliche Konsequenzen und Maßnahmen betrifft, bleibt die FPÖ vage. "Es gibt einen Teil, der nicht integrierbar ist und das Land auch verlassen muss", so die FPÖ. Natürlich sei das aber bei österreichischen Staatsbürgern nicht möglich. Ansonsten müsse man Präventivmaßnahmen setzen, damit so etwas nicht überhandnimmt. Beide Politiker betonen aber, dass die Studie ergebnisoffen sein soll. Erst nach ihrer Fertigstellung könne über Maßnahmen gesprochen werden.
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