08.09.2016, 15:19 Uhr

Musikverein St. Magdalena in Dresden

Von Freitag bis Montag - Unsere Reise nach Schönfeld/Dresden

Sätze, wie „Musikkapelle... aufdecken!“, „Darf’s noch ́ne Schorle sein?“ oder „Ihr seid eine super Truppe!“ , werden noch länger in den Ohren der Musikerinnen und Musiker nachklingen. Anlässlich der 800-Jahresfeier der sächsischen Gemeinde Schönfeld/Linz entsandte die Stadt Linz/Donau eine Abordnung an Goldhauben- und Kopftuchträgerinnen, unseren Musikverein und die Stadträtin Susanne Wegscheider als offizielle VertreterInnen in das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt.

So packten wir in den frühen Freitagmorgen-Stunden wieder unseren Bus voll mit Trachten, Hüten, guter Laune und Instrumenten und machten uns auf den Weg nach Dresden. Die Stadt zeigte sich von ihrer besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein, gezückten Fotoapparaten und eigenem Tourguide (Prof. DI. Dr. Stefan Lueginger) erkundeten wir die Altstadt. Der Architekt Stefan Lueginger, welcher uns in der Kürze des Aufenthaltes all sein profundes Wissen rund um den Raum Dresden weitergab, fungierte durch persönliche Beziehungen als Schnittstelle und Kontaktperson zwischen der Delegation und der sächsischen Gemeinde Schönfeld/Linz.

Abends wurden nach sächsischem Sauerbraten und „Weißwein-Schorle“ oder einem Glas Radeberger-Bier die Quartiere bezogen. Unweit der Unterkunft befand sich auch das Traumschloss Schönfeld samt Park, das für die Festlichkeiten rund um die 800-Jahresfeier genutzt wurde. Hier mischten wir uns später – quasi fast unauffällig in Dirndl und Lederhose – in das Getümmel des bereits gestarteten Abendprogramms.

Samstagvormittag zog es uns erneut nach Dresden. Wir erkundeten die Stadt diesmal großteils mit dem Bus und lauschten gespannt unserem Tourguide. Am Nachmittag bereiteten wir uns auf das Konzert in Linz vor und präsentierten dem dort ansässigen Publikum unser Repertoire an echter österreichischer Blasmusik sowie feinste Bigband-Klänge. Nach äußerst positiven Rückmeldungen und viel Anklang ging es zurück nach Schönfeld, um den BesucherInnen des Festzeltes noch vor dem viel gefeierten Abendprogramm eine kleine Kostprobe für den am Sonntag folgenden Festumzug zu liefern.

Am Sonntag ging es für unsere Delegation Schlag auf Schlag: Frühstücken, Bus einräumen, Auftritt vorbereiten. Es galt noch das Musikfest im Hof des Schlosses Schönfeld neben anderen musikalischen Beiträgen zu gestalten. Doch dann machte uns eine Unwetterfront einen Strich durch die Rechnung, deshalb wurde so rasch wie möglich Aufstellung für den bevorstehenden Festumzug bezogen. Klarinetten und Flöten wurden am Weg zum Ausgangspunkt noch unter den
Jacken versteckt und um 14 Uhr ging es dann los. Mit triefenden Hüten und durchnässter Tracht trotzten wir dem kurzzeitigen Weltuntergang und schlossen uns dem aufwändig gestalteten Festumzug an. Gut zwei Stunden später traten wir schlussendlich unsere Heimfahrt an. Im Bus wurden die neu gewonnenen Eindrücke und Erlebnisse rekapituliert. Mit viel Schmäh und Gaudi verbrachten wir die – staubedingt doch etwas längere – Heimreise und trafen um ein Uhr früh schlussendlich wieder in St. Magdalena ein.

An dieser Stelle gilt es, uns bei den Veranstaltern des Festes rund um den Schönfelder Bürgermeister zu bedanken. Ihre außerordentliche Gastfreundschaft und ihre Bemühungen trugen zu einer wirklich unvergesslichen und entspannten Reise bei. Der Dank gilt auch den VertreterInnen der Stadt Linz ,Stadträtin Susanne Wegscheider und Prof. DI. Dr Stefan Lueginger.. Der Goldhauben- und Kopftuchabordnung danken wir besonders für die fürsorgliche Betreuung der Musikerinnen und Musiker im Bus!

Was von dieser Musikreise bleibt, sind neu gewonnene Freundschaften, spannende Eindrücke einer historisch interessanten Region und die Warmherzigkeit der Menschen, die wir kennenlernen durften. Danke 800 Jahre Schönfeld!

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