Bodenmarkierungen
Neue Maßnahmen für Verkehr auf der Mariahilfer Straße
- So sehen die neuen Bodenmarkierungen im Fußgängerabschnitt der Mariahilfer Straße aus.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Pia Rotter
Die Mariahilfer Straße ist ein Ort, an dem sich viele Verkehrsteilnehmende treffen – sei es auf dem Rad, zu Fuß oder am E-Moped. Immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen. Angesichts dessen wurden Bodenmarkierungen präsentiert, die auf die vorgesehene Schrittgeschwindigkeit aufmerksam machen und das Miteinander verbessern sollen.
WIEN/MARIAHILF/NEUBAU. Bei niedrigen Temperaturen versammelten sich Mittwochmittag Vertreterinnen und Vertreter der Politik, um neu errichtete Bodenmarkierungen im Fußgängerabschnitt der Mariahilfer Straße – zwischen Kirchengasse und Zollergasse – zu präsentieren. Diese sollen das Miteinander zwischen allen Verkehrsteilnehmenden verbessern. In diesem Abschnitt kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen.
Konkret wurden blaue Punkte auf dem Asphalt sowie den Schriftzug „Langsam Fahren“ errichtet – dies soll daran erinnern, sich an die Schrittgeschwindigkeit von 5 km/h zu halten. Anstoß für die neuen Maßnahmen gab es aus der vergangenen Bezirksvertretungssitzung in Mariahilf.
SPÖ, ÖVP, Neos und FPÖ wollen die Ausnahmeregelung für Rad- und E-Scooterfahrende auf der Mariahilfer Straße prüfen lassen. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen. Daher wurden jetzt in Form von Bodenmarkierungen erste Maßnahmen gesetzt.
Aufmerksamkeit für das Thema
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) betonte, dass die „ersten Maßnahmen präventiv wirken“ sollen. Es gehe darum, zu zeigen, wie Fuß- und Radverkehr in diesem stark frequentierten Abschnitt besser entflechtet werden könnten. Die U-Bahn-Baustelle verenge den Raum zusätzlich, weshalb man Aufmerksamkeit für das Thema schaffen müsse.
Die blauen Punkte markieren jene Bereiche, in denen das Radfahren erwünscht ist, während gelbe Markierungen Fußgängerinnen und Fußgängern vorbehalten sind. Diese Zeichen sollen rasch folgen. Sima hob hervor, dass man sich in einer Fußgängerzone befinde: „Radfahrer sind hier nur zu Gast.“ Besonders die schwächsten Verkehrsteilnehmer – die Fußgängerinnen und Fußgänger – müssten geschützt werden.
"Maß der Dinge"
Bezirksvorsteher-Stellvertreterin aus Mariahilf, Julia Lessacher (SPÖ), erinnerte daran, dass im Bezirksparlament erst kürzlich ein Antrag beschlossen wurde, um die Situation zu überprüfen. Viele Anrainerinnen und Anrainer hätten berichtet, dass sie aufgrund erhöhter Geschwindigkeit ungern durch die Fußgängerzone gehen. „Der Fußgänger ist das Maß der Dinge“, sagte sie. Es gehe um Bewusstseinsbildung und darum, dass jeder Einzelne mitmache.
- v. l.: Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Neubau-Bezirkschef Markus Reiter (Grüne), Bezirksvorsteher-Stellvertreterin in Mariahilf, Julia Lessacher (SPÖ) und Mobilitätssprecherin der Neos Wien, Angelika Pipal-Leixner.
- Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
- hochgeladen von Pia Rotter
Der Neubauer Bezirkschef Markus Reiter (Grüne) verwies auf die erfolgreiche Umgestaltung der Mariahilfer Straße vor zehn Jahren. Trotz des Erfolges komme es im Bereich der U-Bahn-Baustelle weiterhin zu Irritationen. Es brauche ein respektvolles Miteinander im öffentlichen Raum, so Reiter. Verbote wolle man nicht aussprechen, schließlich gebe es keine durchgehende Radroute – die Mariahilfer Straße werde daher von Radfahrerinnen und -fahrern gebraucht. Die neuen Bodenmarkierungen seien ein weiterer Schritt, damit das Miteinander funktioniere.
Mobilitätssprecherin der Neos Wien, Angelika Pipal-Leixner, war ebenfalls bei dem Medientermin: "Die Bodenmarkierungen sollen Fußgängerinnen und Radfahrerinnen helfen, dort zu gehen oder zu fahren, wo sie am sichersten unterwegs sind.", meint sie. Dadurch soll sich niemand gegenseitig im Weg sein.
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