FP-Politiker Martin Huber suspendiert
"Mit Nationalsozialismus habe ich nix am Hut"

Der Blindenmarkter Martin Huber wurde von seiner Partei, der FPÖ, nach einem Posting suspendiert. | Foto: FPÖ
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Blindenmarkts Martin Huber wurde nach einem Facebook-Posting von FP-Parteichef Norbert Hofer suspendiert.

BLINDENMARKT. Dass der Umgang, im speziellen das Posten von Inhalten, mit sozialen Medien Gefahren birgt, ist jedem klar. Facebook und Co. haben schon vielen den Job gekostet. So jetzt auch dem FP-NÖ Geschäftsführer und Blindenmarkter Politiker Martin Huber.

"Einfacher" Geburtstagsgruß

Was war passiert? Huber hatte am 20. April 2014 (Anm.: An jenem Tag hatte Adolf Hitler Geburtstag) dies auf Facebook gepostet: "Herzlichen Glückwunsch an jene, die heute Geburtstag haben." Für den FPÖ-Chef Norbert Hofer stand "Gefahr im Verzug", da ein starker Zusammenhang mit dem Geburtstag Hitlers bestünde – es war der einzige Geburtstagswunsch, den Huber auf Facebook postete.

Zur Kenntnis genommen

"Ich habe die Entscheidung von Norbert Hofer zur Kenntnis genommen. Ich will aber nochmals betonen, ich habe und werde nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun haben", so der Ex-Geschäftsführer der FPNÖ. Nun muss Huber bangen, wie es mit seinem Landtagsmandat weitergeht: "Ich warte die Entscheidung ab. In der Blindenmarkter Politik will ich aber definitiv weitermachen."

Muss Verantwortung tragen

Hofers "Wegbegleiter" aus dem NÖ Landtag haben eine klare Meinung zu den Vorkommnissen. "Er muss die Verantwortung für alles übernehmen, was er als Person der Öffentlichkeit macht", erklärt Karl Moser von der Volkspartei.

Er hofft, genauso wie Günther Sidl von der SPÖ, dass der Grund für die Suspendierung nur das Posting war, und es nicht noch andere Gründe gibt. "Es ist ganz einfach ein absolutes No-Go, solche Sachen zu veröffentlichen. Ich war auf jeden Fall überrascht, dass Hofer gleich von seinem Recht der Suspendierung Gebrauch macht", erläutert Sidl.

War richtige Entscheidung

Auch der langjährige Grüne-Abgeordnete Emmerich Weiderbauer hat kein Verständnis für das Posting. "Es war sehr sehr unklug, solch eine Sache zu posten. Ich hätte Martin Huber so etwas nicht zugetraut, im Landtag merkte man ihm solch ein Gedankengut gar nicht an", so Weiderbauer.

Nach unserer Facebook-Umfrage gab es teilweise Unverständnis für die Aktion Hubers. "Ich bin bekennender Sozialdemokrat, aber ich glaube diese Aktion ist deutlich überzogen. Er ist jetzt Opfer des Wahlkampfes, sonst wäre das nie passiert und weggeredet worden", glaubt etwa Walter Handl aus Matzleinsdorf. Ex-Politiker Peter Pruzina geht dabei härter ins Gericht: "Gerechtfertigt. Es soll kein Millimeter Platz für NS-Gedankengut sein." Diplomatisch gibt sich dabei der Münichreither Franz Weiß: "Man kann immer wieder entweder etwas Gutes oder etwas Böses aus einem Posting lesen. Je nachdem wie man demjenigen gesinnt ist."

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