17.10.2017, 11:50 Uhr

Wahl 2017: FP und VP als große Sieger im Melker Bezirk

Einer der ersten Gratulanten aus Melk: Patrick Strobl feierte mit Sebastian Kurz den Sieg in Wien. (Foto: ÖVP)

Die Freiheitlichen erhielten größten Stimmenzuwachs. Rote und Grüne mit "schmerzlichem Verlust".

BEZIRK. Die Wahl ist geschlagen. 45.852 Melker gaben am Sonntag ihre Stimme für die Nationalratswahl ab. Der große Gewinner: die FPÖ mit einem Stimmenplus von 11,16 Prozent (Das Ergebnis finden Sie links unten).

"Sensationell. Das zeigt, dass wir im Bezirk gut aufgestellt sind und dass unsere Arbeit gewürdigt wird", zeigt sich Martin Huber, Bezirkschef der FP, überglücklich über das Ergebnis.

Kein Grund zur Trauer gibt es auch bei der Volkspartei Bezirk Melk. "Ich freue mich natürlich über den Erfolg, auch wenn die ,Proteststimmen‘ der FPÖ zu denken geben", so Bezirkschef Karl Moser. "Trotzdem zeigt dieses Ergebnis, dass die Menschen ehrliche Arbeit gegenüber einer Schmutzkampagne schätzen und eine übertriebene Plakatoffensive nicht nötig ist."

Mit positiven Gefühlen gesegnet ist Peter Pruzina, der für die Liste PILZ ins Rennen ging. "Wichtig ist, dass wir dabei sind und als Gegenpol und Aufpasser der Regierung im Parlament vertreten sind", so Pruzina. Einzig das Bezirksergebnis schockt den Melker doch ein wenig: "Nach den Vorgesprächen mit den Menschen aus dem Bezirk hätte ich schon mit über fünf Prozent gerechnet. Aber na ja."

Getrübte Stimmung herrscht bei der SPÖ. Diese landet im Bezirk auf dem dritten Platz. "Leider konnten wir auch bei unseren Hochburgen nicht die Stimmzahl erreichen, die wir angestrebt haben", sagt Bezirkschef Günther Sidl, "die Wahl hat gezeigt, dass der europaweite Trend von Protest und Veränderung nun auch bei uns ist."

Auch die Grünen müssen einen schmerzlichen Verlust verdauen. "Ich bin persönlich zornig, angefressen und enttäuscht. So ein Abfuhr haben wir uns wirklich nicht verdient", sagt ein enttäuschter Grünen-Chef Emmerich Weiderbauer. Er zeigt zwar Verständnis über die Entscheidung der Bevölkerung, "es ist aber absolut nicht nachvollziehbar warum."

Die Hochburgen der Parteien

• SPÖ: Golling (42,58 Prozent)
• ÖVP: Texingtal (56,46 Prozent)
• FPÖ: Golling (39,27 Prozent)
• GRÜNE: Melk (3,96 Prozent)
• NEOS: Schönbühel-Aggsbach (6,70 Prozent)
• PILZ: Schönbühel-Aggsbach (4,36 Prozent)

Das gesamte Wahlergebnis finden Sie hier.
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